22.02.14

Das 'Monster Hunter'-Tagebuch #20


Liebes Tagebuch,

was soll ich sagen, ich bin ziemlich geschafft. Eigentlich wollte ich einen ruhigen Abend verbringen und mit dem Gildenmeister im Dorf ein wenig Karten spielen, doch leider hatte die Dorfvorsteherin ganz andere Pläne. Es gab wohl einen wichtigen Auftrag, der per Falke ankam. Eine Karawane ist in der Wüste angegriffen worden und die Nacht sollte schon bald hereinbrechen. Die Wagen waren beschädigt und konnten nicht weiterfahren. Sie mussten also wohl oder übel in der Wüste campieren,  bis die Wagen wieder soweit repariert worden sind, dass man problemlos weiterfahren konnte.

Das sollte nicht das Problem sein, denn die Fahrwege der Wüste waren schon seit einiger Zeit wieder sicher befahrbar. Denn stellte einer der Händler fest, dass sich etwas in der Entfernung um die Karawane bewegte. Ein Wesen mittlerer Größe, dass sich immer Näher an die Karawane heranzuschleichen versuchte. Für einen Nibelsnarf war es zu schnell und für eine Rathian zu klein. Es bewegte sich nah am Boden, wie es Raubkatzen normalerweise tun, wenn sie ihre Beute im Visier haben. Dennoch gab es keinen Übergriff. Mitten in der Nacht, vernahm ein Koch der mit der Karawane reiste, einen markerschütternden Schrei in der Ferne. Kein Schrei von einem Menschen. Der eines Wyverns. So laut, dass man ihn deutlich vernehmen konnte, aber es war weder Bewegung um die Wagen festzustellen, noch etwas am Himmel. Zum Glück schien der Mond hell in dieser Nacht. Ein Falke wurde zum nächsten Dorf geschickt und so musste ich mich auf in die Wüste machen. Ein Ort, den ich bei Nacht gar nicht so gern betrete. Dennoch sollte ich die Karawane ausfindig machen und falls es nötig sein sollte, sollte ich sie auch verteidigen. Zum Glück ist es möglich zu jeder Zeit in verschiedene Gebiete zu reisen.

Es war schon tiefe Nacht, als ich die Ausläufer der Wüste erreichte und das Camp in Richtung der Karawane verließ. Hinter ein paar steinigen Hügel, auf einer weiten, offenen Ebene konnte ich dann den Übeltäter beobachten, der die Händler umschlichen haben muss. Ein Tigrex war gerade auf der Jagd nach Aptonothen. Wie ein Raubtier schlich er sich an die unruhigen Tiere heran, bis er sie aufschreckte und wie ein Berserker hinterher preschte. Mit einer animalischen Grausamkeit konnte er beide erlegen und ließ ein markerschüttenden Schrei in die Nacht hallen. Er muss es gewesen sein. Er begann auch schon gleich gierig die Aptonothe zu verschlingen, bevor die Aasfresser, die Jaggis auftauchen würden. Allerdings konnte er sein Fressen nicht lange genießen, denn meine Gewehrlanze war schon durchgeladen und bereit...


Monster Hunter Tagebuch - Das Brüllen in der Nacht






Fortsetzung folgt...

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