19.02.14

Das 'Monster Hunter'-Tagebuch #19



Liebes Tagebuch,

ich glaube ich durchlebe eine Art von Sinnkrise. In der letzten Zeit fehlte mir jeglicher Antrieb auf Jagd zu gehen. Ich kann dabei wirklich von Glück sprechen, dass kaum nennenswerte Aufträge hereinkamen um die ich mich hätte kümmern müssen. Es ging eigentlich immer nur darum, irgendwelche Materialien zu sammeln. Keine Kämpfe, kein Adrenalin. Gut, ich wurde auf der Suche nach speziellen Pilzen von einem Congalala angegriffen. Außerdem hat er mir einen besonders großen Pilz geklaut. Diese rosa Affen lieben Pilze.

Man könnte fast sagen, dass ich zu einem Naturburschen geworden bin. Ich habe einige Tage damit verbracht im Nebelgebirge zu kampieren. Einfach die Natur erleben und das Treiben der Fauna beobachten. Ich hatte Glück, dass mich kein größeres Monster belästigt hat. Mal bin ich auf ein paar Jaggies getroffen, aber ereignisreicher wurde es auch nicht. Spannender wurde es, als ich zurück ins Dorf gerufen wurde, denn es kam eine sehr wichtiger Auftrag rein, der mich genau ins Nebelgebirge führen sollte. Auf einem der Berge steht ein alter Baum, der vermutlich schon mehrere hundert, wenn nicht sogar fast tausend Jahre alt ist. Er hat die besten Zeiten schon hinter sich und sieht sehr heruntergekommen aus, hat aber immer noch starke Wurzeln. Die Leute und vor allem die Bauern in der Gegend verehren diesen alten Baum als "Von den Göttern beseelt" und holen sich manchmal abgestorbenes Holz und düngen damit die Felder. Ist wohl so etwas wie ein Fruchtbarkeitsaberglaube.

Jedenfalls wurden an diesem Baum massive Schäden festgestellt. Abschabungen, Bisspuren und Kratzer. Es sah aus, als ob jemand mit einer Großen Keule auf den Baum eingedroschen hätte, nur um dann große Stücke aus ihm herauszureißen. Dem Schänder des Heiligtums sollte ich nun auf den Grund gehen, doch was ich dann in der nähe des Baumes fand, war kein Mensch. Vor dem Baum schlief ein riesiger Duramboros. Das erklärte auch die Schäden am Baum. Duramboros sind Pflanzenfresser und fressen am liebsten Holz. Die zerschmettern die Bäume mit ihrem Keulenschwanz und zermalmen das Holz mit ihrem kräftigen, verhornten Kiefern. Die Nährstoffe aus den gefressenen Bäumen sammeln die Monster in Höckern auf ihrem Rücken. Duramboros sind nicht sehr aggressiv, dafür aber sehr neugierig und werden leicht ungehalten, wenn man sie im Schlaf stört. Und leider habe ich genau diesen Fehler begangen...

Monster Hunter Tagebuch - Ein Monster steht im Walde



Der Kampf mit dem Duramboros war nicht sonderlich anstrengend, hat mich aber wieder auf den Weg des engagierten Jägers geführt. Voller Tatendrang und Übermut nahm ich einen Auftrag an, der mich mal wieder auf die Ödnis-Insel führte. Den Berichten zufolge ist dort ein Wyvern-Pärchen aufgetaucht, die die gesamte Insel terroriesieren. Eine Rathian und ein Rathalos. Den Informationen zufolge ist gerade Paarungszeit für diese Wyvernart und dieses Pärchen hat sich wohl die gesamte Ödnis-Insel als Nistplatz ausgesucht. Mit einem Duo dieser Gefahrenstufe würde sich nicht mal ein Zinogre anlegen.

In einem Flussbett mit flachen Wasser konnte ich auch das Weibchen, die Rathian, stellen. Es war vermutlich gerade auf Nahrungssuche. Ich nutzte meine Chance, solange das Männchen noch nicht in Reichweite war. Ich könnte es niemals alleine mit beiden Biestern aufnehmen. Das erinnerte mich schmerzlich an den Kampf mit dem Rathalos am Vulkan. Das Exemplar hat mich ganz schön zugerichtet und hat mich eine Lektion in Sachen Respekt erteilt. Ich konnte nur hoffen, dass es bei dem Exemplar auf der Ödnis-Insel besser laufen würden. Die Rathian war im Goßen und Ganzen kein Problem. Das liegt vor allem daran, dass ich mit auch Teilen des Zinogres eine spitzen Gewehrlanze mit dem Donner-Effekt fertigen konnte. Die Rathian pfiff schon aus dem letzten Loch, da tauchte angelockt durch den Lärm des Kampfes, der Rathalos auf.

Monster Hunter Tagebuch - Drachenpärchen





Fortsetzung folgt...

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