29.01.14

Aus dem Leben eines Ex-Modellbauers.


Hallo hallo hallo, der Peteback meldet sich wieder!

Da ich momentan an Motivationsmangel leide und dementsprechend auch kaum bis gar keine Filme oder Serien schaue, liegt der Blog nun schon etwas länger brach. Aus gegebenen Anlass werde ich aber trotzdem einen kleinen Special Post raushauen, wenn man will, einen kleinen Erfahrungsbericht.

Anfangen würde ich da mit einer kleinen Beichte, einen Schwank aus meiner Jugend. Ich hatte fast ein Jahr mit einer extremen Sucht zu kämpfen, die ich zum Glück erfolgreich hinter mich bringen konnte. Ich war süchtig nach Modellbausätzen. Alles fing an, als ich beim Verräumen von alter Wäsche im Bettkasten meiner Eltern einen Revell Bausatz für eine "F14 Tomcat" fand. Der Bausatz sollte eigentlich an meinen Cousin zum Geburtstag gehen, der hatte sein Hobby aber kurz vorher über den Haufen geworfen. Also habe ich mich daran gemacht. Ich habe mich Werkzeug, Klebstoff und Farben besorgt und hab mich rangesetzt. Es hat auch recht lange gedauert bis ich fertig war, aber das fertige Modell war wirklich toll und sehr detailliert. Das war der Einstieg in die Sucht. Mit den kommenden Monaten kaufte ich immer mehr Bausätze, wie Flugzeuge, Autos, Motorräder, Schiffe und Helikopter. Wie man sich denken kann ging das ganz schön an die Brieftasche, denn Modelle sowie auch die Farben verschlingen eine Menge. Auch hatte ich gar keinen Platz für die ganzen Modelle, sodass die meisten auf dem Boden oder gestapelt auf dem Schrank standen. Ich musste also einen Schlussstrich ziehen und hab die meisten der Modelle verschenkt.

Soviel zu der schmutzigen Vorgeschichte. Dennoch laufe ich Gefahr wieder in die Schiene zu rutschen, denn ich habe mir einen lange gehegten Traum erfüllt. Ich habe einen weiteren Schritt zu einem echten Nerd oder besser zu einem richtigen Otaku gewagt. Denn wie soll man sich Otaku schimpfen, wenn man noch nie einen Modellbausatz zu einem Spiel oder Anime gemacht hat. Der Zufall ermöglichte es, dass ich in einem Geschäfte für Modellbau einen Bausatz für einen "RGZ-95C ReZEL TYPE-C" fand. Das ist eine Massenproduktions Mobile Suit aus dem Anime "Mobile Suit Gundam Unicorn". Und das Ganze für ca. 20€.

Das Vorteilhafte an diesen Modellbausätzen ist, dass sie kostengünstig ohne Farben und ohne Klebstoff auskommen, denn die einzelnen Teile werden nur zusammengesteckt. In der Szene ist es allerdings auch angesehener, wenn man die Bausätze mit Farbe und Lack noch ein wenig nachbearbeitet um wirklich die bestmögliche Optik zu erreichen. Das habe ich allerdings mal außen vor gelassen, denn wenn man mir schon ein komplett fertigen Modell vorlegt, dann muss ich da nicht groß herummodifizieren. Wie man sehen kann, waren es alles in allem 14 Raster mit Bauteilen. 13 mit Hartplastikteilen und eines mit Hartgummiteilen für die Gelenke. Die Teile werden entweder mit einem Bastelmesser oder einer Drahtschere aus dem Raster gelöst. Danach sollte man die Schnittstelle noch ein wenig abschmirgeln, damit keine hellen Rückstände bleiben. Die Anleitung war wie man sich denken kann natürlich komplett auf auf Japanisch. Allerdings stellte sich das nicht als Hürde da, denn die Anleitung war wirklich sehr anschaulich und detailliert. Viel detaillierter als es die Anleitungen bei den Revell-Bausätzen waren. Dazu gab es noch zwei kleine Folien mit Aufklebern. Diese sorgten für ein ansprechendes Äußeres und setzen die nötigen Akzente. Interessant waren die Aufkleber für die Triebwerke, denn diese waren so geschnitten, dass sie eine Tiefenoptik erzeugten, die die Triebwerke noch plastischer wirken ließen. Top! Andererseits gab es auch Aufkleber, die schon fast zu klein für eine Pinzette waren. Das Auftragen war dabei doch sehr fummelig, aber schaffbar.

Nach ca. 7 Stunden verteilt auf zwei Tage war das Modell das auch komplett fertig. Ich habe leider nicht gesehen, dass kein Standfuß dabei ist um das Modell richtig zu präsentieren, aber hingestellt sieht es auch sehr gut aus. Das Modell an sich ist 17cm groß und mit dem Jetpack sogar ganze 20cm. Ich kann nur sagen, dass mir das basteln sehr viel Spaß gemacht hat. Eigentlich frage ich mich, warum solche Bausätze nicht viel populärer in Europa sind, denn die Figuren sind wirklich voll beweglich. Arme, Hänge, Oberkörper, Beine, Füße, alles ist optinierbar und lässt sich in jede gewünschte Position bringen. Wenn man die Verarbeitung noch ein wenig stabiler macht, dann könnte man sich sogar eigene Actionfiguren zusammenbasteln. LEGO könnte dann vermutlich einpacken. Ich habe aber nicht vor mit dem Mobil Suit zu spielen, sondern werde ihn mir hübsch ins Regal stellen und ab und an mal die Haltung und Bewaffnung ändern. Wenn man schon die Möglichkeiten dazu hat, sollte man diese auch nutzen. Es gibt auch die Möglichkeit den Mobil Suit in den "Wave Rider Mode" zu versetzen. Dabei nimmt man den Suit auseinander und setzt die Teile in einer Jet-Form wieder zusammen. Die M.S. (Mobil Suits) haben schließlich die Möglichkeit sich zu transformieren.

Ich werde dieses Hobby aber vermutlich nicht weiter verfolgen, denn der Spaß ist zwar da, aber es gibt wenig attraktive Modelle. Man kann sich natürlich verschiedene Bausätze importieren, das ist aber kostenaufwändiger und diesen Schritt möchte ich nun nicht machen. Vielleicht werde ich noch einmal zu einem Bausatz greifen, wenn ich das Aushängeschild der Gundam-Serie finde, den "Gundam Wing Zero" aus der gleichnamigen Serie. Die Zukunft wird es zeigen. Wer Fan der Gundam Serie ist, der sollte auf jeden Fall mal so einen Bausatz gebaut gebaut haben!





Bis dahin - Tschödeldö



Kommentare:

  1. Schade... Ich finde das Hobby eigentlich Interessant. °-°

    Und ich würde nochmal den Satz "Ich werd dieses Hobby aber vermutlich nicht weiter verfolgen, denn der Spaß ist zwar sehr kurzweilig, aber es gibt wenig attraktive Modell." überarbeiten.

    mfG ;3

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