29.11.13

Das 'Monster Hunter'-Tagebuch #12




Liebes Tagebuch,

ich bin heute an der Schmiede vorbeigekommen und der kleine Schmied hat mich bei Seite genommen. Er hat mich verständlich gemacht, dass ich nicht immer in der selben Rüstung herumlaufen kann. Es ist zwar schön und gut, wenn man sich in einer bestimmten Rüstung wohl fühlt, allerdings muss ein erfolgreicher Jäger auf jeden Kampf mit der richtigen Ausrüstung reagieren. Momentan trage ich noch die gute, alte Jaggi-Rüstung. Sie hat mir bisher auch gute Dienste geleistet und ich habe keinerlei Nachteile entdecken können. Aber der Schmied hat natürlich Recht. Ich sollte mir mal eine neue Rüstung zulegen.

Durch ein kleines Beratungsgespräch hat mir der Schmied dann die Azuros-Rüstung empfohlen. Theoretisch hätte ich auch noch genug Materialien gehabt, aber ich habe mich lieber auf den Bau von Waffen beschränkt. Daher habe ich zwar ein attraktives Azuros-Nagi (Langschwert), ein Bärenhorn (Jagdhorn) und die Blauer Bär Axt (Morphaxt), aber muss nun wieder auf Jagd gehen um die nötigen Teile zu bekommen. Mir fehlen noch Pelze, Klauen und Stacheln. Die anderen Materialien habe ich noch auf Lager. Da traf es sich ganz gut, dass ein Auftrag mit dem Titel "Bärenbrüder" hereingeflattert kam. Anscheinend erschweren zwei Azuros-Brüder die Honigernte auf der Ödnis-Insel. Dort wachsen einzigartige Blumen, durch die die Bienen und auch die Farmer einen guten Honig herstellen können. Klar, dass die beiden Bären hinter dem süßen Zeug her sind. Geschwind wie der Wind machte ich mich auf zu der Insel, bewaffnet mit einem Wroggi-Langschwert mit eingebautem Gift-Effekt. Nach einer intensiven Suche konnte ich die Brüder in einer Höhle stellen. Wichtig war es, die beiden erst einmal zu trennen. Durch eine gezielt geworfene Dungbombe konnte ich einen in ein anderes Gebiet jagen. Somit waren diese gleichen Brüder auch kein Problem mehr.

Monster Hunter Tagebuch - Bärenbrüder


Die Arbeit nimmt aber kein Ende, liebes Tagebuch. Als ob der Kampf gegen gleich zwei Azuros nicht schon genug gewesen wäre, kam gleich noch eine Folge-Quest rein. Anscheinend handelte es sich wieder um einen König Ludroth. Dieses Mal aber nicht im Flutwald, sondern auf der Ödnis-Insel. Er hat die Künste in Beschlag genommen und verteidigt sein neues Zuhause gegen die ansässigen Fischer. 

Das sind die Tage an denen ich der Jagd nicht unbedingt zugetan bin. Wir Menschen nehmen uns unseren Lebensraum. Wobei wir aber schon in unseren Dörfern und Städten ziemlich eingezäunt sind. Der größte Teil der kontinentalen Landmasse ist immer noch wildes Gebiet. Man konnte die Gebiete zwar in Zonen einteilen, aber in vielen ist eine Besiedelung dennoch nicht möglich. Man müsste in ständiger Angst vor den verschiedenen Monstern und Wyvern leben, die dort ihren Lebensraum und ihre Jagdgebiete haben. Deswegen wollen Dörfer auch immer ihre eigenen, festen Jäger haben. Eine Art Stadtwache also. Eine friedliche Koexistenz wäre natürlich das Optimalste, aber das ist leider nicht immer möglich. Die Menschen passen sich an die Gegebenheiten der Umwelt an, und so müssen es auch die Lebewesen tun. Nun, ich muss den König Ludroth leider beiseitigen. Auch wir müssen unseren Lebensraum verteidigen. Und gilt nicht auch das Gesetz des Stärkeren? Auch für philosophische Fragen muss Zeit sein. Ein Jäger ist nicht nur ein abgebrühter, abgestumpfter Hau-Drauf-Typ. Jedefalls sollte er das nicht sein...

Monster Hunter Tagebuch - König des nördlichen Strandes


Fortsetzung folgt...

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