23.10.13

In Nuce #14 ~ Die Welt der Schwerter (Ersteindruck)


Anime-Empfehlung gefällig? Gibt's jetzt!


Wie man schon sehen kann, die Nuss und ich sind ganz im "Sword Art Online"-Fieber. Wie das kommt? Die erste DVD/BluRay mit den ersten sieben Episoden wurde endlich auch in Deutschland veröffentlicht, natürlich komplett synchronisiert. Ein Arbeitskollege war so nett, mit die erste DVD auszuleihen und so konnte ich mir einen ersten Eindruck über die Lokalisierung verschaffen. Der Anime war mir vor der hiesigen Veröffentlichung schon ein Begriff, denn ich hatte mir die ersten drei Episoden schon online angeschaut. An dieser Stelle mal wieder ein Hoch auf die Fan-Sub-Community! Allerdings hab ich die Serie danach wieder aus den Augen verloren.

Der Anime basiert auf der gleichnamigen Light-Novel-Reihe von Reki Kawahara. Die Story wurde später auch als Manga umgesetzt und von Studio A-1 Pictures (Fairy Tail, Ao no Exorcist) auch als Anime. Regie führte Tomohiko Itō. Hier zu Land wird der Anime von Peppermint-Anime vertrieben und erscheint mit einem Sammelschuber für die weiteren DVDs/BluRays.

Plot:
Im Jahr 2022 startet das VRMMORPG (Virtual Reality Massivly Multiplayer Online Role-Playing Game) "Sword Art Online" oder kurz SAO. Die Besonderheit dieses Spiels ist, dass der Spieler vollständig in die virtuelle Fantasy-Welt Aincrad eintauchen kann. Dafür wird ein Virtual-Reality-Helm, der so genannte NervGear verwendet, der die motorischen und sensorischen Areale im Gehirn auslesen und stimulieren kann. Man befindet sich also während des Spiels, in einem wachkoma- oder traumartigen Zustand. Das Spielprinzip ist dabei MMORPG-typisch. Durch das Besiegen von Monstern erhält man Erfahrungspunkte und Items und kann so immer weiter aufsteigen und stärker werden. Interaktionen zwischen Spielern gibt es natürlich auch. Einer der ersten Spieler ist der Schüler Kazuto Kirigaya aka. Kirito, wie er sich im Spiel genannt hat. Die Stimmung im Spiel ist gut, bis es verschiedenen Spielern und auch Kirito auffällt, dass man sich nicht mehr ausloggen kann. Der Entwickler des Spiels, Akihiko Kayabades, erscheint in der Welt und verkündet, dass die Spieler sich erst ausloggen können, die Endgegner auf allen 100 Ebenen von Aincrad besiegt wurden. Ein Tod in der Spielwelt oder das gewaltsame Entfernen des NervGear würde zum Tod des Spielers in der realen Welt führen. Aus Unterhaltung wird bitterer Ernst...
Krasser Story-Einstieg und das gleich in der ersten Episode. Man spielt hier also mit einem Höhepunkt der Spiele-Industrie und einem der größten Gefahren. Das vollständige Abtauchen in eine virtuelle Welt, ohne Störungen von außen. Einfach spielen und die reale Welt vergessen. Ein wahrgewordener Gamer-Traum. Und dazu noch der größte Albtraum, dass man diese Welt, die durchaus auch Gefahren beherbergen, nicht mehr verlassen kann. Der komplette Realitätsverlust.

Dabei wird die Story auch geschickt dramatisiert, indem schon bald die bedrängliche Lage klargemacht wird. In der Theorie würde man vermuten, dass sich nun die Spieler gruppenweise zusammentun und das Kind schon schaukeln. Das wird allerdings bald über den Haufen geworfen, da das Spiel nicht unendlich Rohstoffe und NPC-Monster bietet. Das bedeutet, dass es nur den schnellsten und erfahrensten Spielern möglich ist, schnell im Level und Eben aufzusteigen, bevor die Ebenen leer gefarmt sind. Das Gesetz des Stärkeren. Auch die Feindschaften unter den Spielern wird hier intensiv dargestellt. Natürlich haben viele Angst, einige gehen gleich an die Arbeit, während andere einen kühlen Kopf bewahren. Zwangläufig kommt es da zu Konfrontationen und vor allem den Beta-Testen, zu denen auch die Hauptfigur Kirito gehört, wird dabei viel Hass entgegengebracht, denn sie kennen die ersten Ebenen schon und wissen wie man am schnellsten aufleveln kann. Konkurrenzkampf ist vorprogrammiert. Kirito muss in den wenigen Episoden schon einige Schicksalsschläge verkraften, die ihm und auch dem Zuschauer stets vor Augen führen, dass dies kein Spiel mehr ist.

Ich will gar nicht zu viel über die ersten Folgen erzählen. Der Anime ist für Freunde der Thematik wirklich sehenswert und die Charaktere sind auch sehr interessant und zum teil noch sehr geheimnisvoll. Selbst über Kirito erfährt man nicht allzu viel, sodass man ihn nie ganz durchschauen kann. Auch die Beziehungen zu anderen Spielern werden schön und interessant dargestellt und sind immer an eine oder mehr Folgen geknüpft. Ein Augenmerk sollte auch auf die eindrucksvolle Welt gelegt werden, die wirklich schön ausgearbeitet wurde und sowohl hübsche Landschaften, als auch beschauliche Städte bietet. Teilweise fühlte ich mich an den Anime bzw. das Videospiel ".hack//" erinnert, welches eine ähnliche Thematik mit einer virtuellen Spielwelt hatte. Positiv zu erwähnen wäre dabei noch die deutsche Synchronisation, die durch die Bank wirklich gelungen ist und nicht aufgesetzt wirkt, wie es teilweise der Fall ist. Selbst bei Nebencharakteren hat man gute Arbeit geleistet.

Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die nächsten Folgen und werde den Anime auf jeden Fall weiter verfolgen. Die nächste DVD/BluRay erscheint übrigens im November.




Bis dahin - Tschödeldö



Kommentare:

  1. Ich fand den Anime auch sehr sehenswert, allerdings muss ich gestehen dass ich mittlerweile die Charaktere nicht mehr sehen kann weil man auf ner Messe in etwa so viele Cosplayer davon sieht wie Mikus. ^^'
    Trotzdem finde ich ihn auch sehr gelungen.

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    1. Naja, da kann der Anime ja nichts für, dass die Charaktere 1000 fach in Cosplays verwurstet werden xD

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    2. Das stimmt natürlich :) es beeinflusst halt trotzdem *g

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