16.10.13

In Nuce #13 ~ Eine Geschichte über meinen Onkel


Zeit für Indie Games!


Ich habe mich letztens ein wenig auf Youtube umgeschaut, um nach neuen Ideen für Flashgames und kostenlosen Indie Games zu stöbern. Warum elendig lang Seiten durchforsten, wo einem immer das selbe empfohlen wird? Da guckt man lieber auf Youtube nach Kurzprojekten oder auch "Let's Test"s, da bekommt man viel mehr Ergebnisse und kann sogar gleich Gameplay begutachten.

Das Spiel, welches mein Interesse geweckt hat, ist "A Story About My Uncle". Es ist ein First-Person-Platform-Adventure (man darf nie mit Bindestrichen geizen) und wurde von schwedischen Studenten, in elf Wochen als Teil eines Kurses, auf die Beine gestellt. Die Auflagen bestanden darin, eine gewaltfreies Spiel aus der Egoperspektive zu schaffen, basierend auf der Unreal Engine. Das Spiel gewann den Swedish Game Award 2012 und wurde außerdem in der Kategorie "Game of the Year" nominiert. Zurecht!

Die Geschichte dreht sich um einen Vater, welcher seiner Tochter eine Gutenachtgeschichte erzählen soll. Und es soll gerade die von Onkel Fred sein. Der Erzähler ist auch der Protagonist, als er sich in dem Labor des Onkels nach ihm umsieht. Allerdings schien er nicht da zu sein. Sein Onkel ist ein erfolgreicher Wissenschaftler, der Urkunden in seinem Labor zufolge, einiges auf dem Gebiet der Quantenphysik geleistet hat. Seine größte Erfindung (ob sie bekannt ist, erfährt man nicht) ist eine Art Dimensionsportal. Dafür hat der Onkel extra einen Anzug entwickelt um sich in dieser Welt zu bewegen. Der Protagonist macht sich auf die Suche nach seinem Onkel, in dieser anderen, fremden Dimension.

Das Spielprinzip ist dabei recht einfach gehalten. Da es sich um einem Platformer handelt bzw. ein Adventure hat man auch nur größtenteils Jump'n Run-Passagen zu bewältigen. Dabei hilft einem der vom Onkel entwickelte Anzug, den vor dem Betreten der Dimension bekommt. Er ermöglicht einem sich federlicht zu bewegen, heißt, höhere und weitere Sprünge und schnelleres Lauftempo. Mit den "Cores", also den "Kernen" werden bestimmt Fähigkeiten freigeschaltet. So kann man Energie im Anzug sammeln und einen extrem hohen Sprung oder einen extrem weiten Sprung vollführen. Später bekommt man noch einen Enterhaken oder "Grapple Beam" (ähnlich wie in Metroid) mit dem man sich an Oberflächen festhalten und heranziehen kann. Man bewegt sich also größtenteils springend und schwingend durch die Welt.

Die Spielmechaniken funktionieren erstaunlich gut und gehen sehr flüssig von der Hand. Die Sprünge und der Enterhaken lassen sich gut kombinieren, auch wenn man letzten nur höchstens 3-mal einsetzen kann. Dabei macht die Welt auch einen super Eindruck, nicht allzu detailliert, aber immer noch so schön ausgearbeitet, dass die Illusion einer anderen Dimension niemals abbricht. Dabei wird vor allem sehr schön mit Licht und Shader-Effekten gearbeitet. Gewisse Passagen sind leider etwas trister als andere geraten und bestehen größtenteils als Felswänden mit einwenig blauem Leuchten. Ich schätze mal, man hat sich mehr auf die Spielmechaniken konzentriert, als um das Drumherum. Das ist auch zu verschmerzen. Wer gut durchkommt, der wird das Spiel in einer oder eineinhalb Stunden beendet haben - es geht also nicht allzu lang.

Wer Interesse an "A Story About My Uncle" hat, der kann HIER auf die Entwicklerseite zugreifen, wo es auch noch einige Infos zum Spiel und den Entwickler gibt, sowie auch einen Download-Bereich für das Spiel. Viel Spaß!




Bis dahin - Tschödeldö



Kommentare:

  1. Wie ich diese Nuss liebe! Ich freu mich immer darauf zu entdecken, wo sie sich diesmal versteckt hat. xD

    Das Spiel hört sich interessant an. Vielleicht probier ichs mal aus. Scheint ja auch umsonst zu sein. Und wenn es preisgekrönt ist, lohnt es sich ja vermutlich. :-)

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    1. Es lohnt sich ganz sicher. Man kann eine Stunde auf jeden Fall schlechter verbringen :D

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