31.10.13

Das 'Monster Hunter'-Tagebuch #7




Liebes Tagebuch,

ich habe leider das Waffentraining einige Tage schleifen lassen. Es gab andere Aufgaben die auf mich warteten, die erst erledigt werden musste, bevor ich mich wieder der Jagd widmen konnte. Durch einen starken Sturm wurde meine Farm in Mitleidenschaft gezogen und ich habe den Felynen geholfen alles wieder instand zu setzen. Allerdings habe ich mir auch etwas Freizeit verdient, da ich nun das Training mit den Klingenwaffen abgeschlossen habe. Und nein, das ist keine lahme Ausrede...

Vom Meister durfte ich mir erst einmal einen Vortrag anhören, über Strebsamkeit und Durchhaltevermögen. Anscheinend war er von meinem Freizeitbedarf nicht sehr angetan. Er muss mich gesehen haben, wie ich in der heißen Quelle mit den Felynen Karten gespielt habe. Wenn man schon faul ist, darf man sich auch nicht erwischen lassen. Als Strafe hat er mich gleich mal eine Lanze in die Hand gedrückt und hat mich in den Flutwald geschickt. Anscheinend macht ein Großer Wroggi das Gebiet unsicher und behindert die Ernte von tropischen Früchten. Bevor ich mich auf den Weg machte, schaute ich noch beim Schmied vorbei und habe meine Ausrüstung aufgewertet. Durch die anderen Trainingseinheiten hatte ich genug Material und Geld um mit die Jaggi-Rüstung bauen zu lassen. Eine äußerst gute Rüstung aus der Haut und den Schuppen des Jaggi. Und dabei so leicht.

Die Lanze ist eine ziemlich schwerfällige Waffe. Ihr Vorteil liegt natürlich auf der Hand; Man hat ein breites, starkes Schild und eine Waffe mit guter Reichweite. Wenn man sich bei Angriffen hinter dem Schild verschanzt ist man komplett geschützt und der Rückstoß ist gleich Null. Auch konnte mir der Gifthauch des Wroggis während des Blocks nichts anhaben und pralle einfach an meinem Schild ab. Was mich störte, war die Tatsache, dass man mit der Lanze in Punkto Combos sehr eingeschränkt ist. Drei Stiche und das wars schon. Interessanter sind hingehen der aufgeladene Stich aus dem Block heraus und der Schildschlag. Nützlich ist auch der Pierce-Effekt, mit dem man durch Panzerungen dringen kann, an denen Klingen eigentlich abprallen würde. Leider hat der Wroggi mich sogar einmal K.O. gehen lassen und die Felyne mussten mich ins Lager zurückbringen. Die Lanze ist einfach unglaublich behäbig und bei einem schnellen Gegner wie dem Wroggi schon schwer zu handhaben.


Waffentraining - Lanze



Der Meister hat mir später eingebläut, dass meine Mission mit dem Wroggi nicht wirklich gut verlaufen ist. Als ob ich das nicht selber wüsste. Aber aus Fehlern lernt man. Ich habe mich erst einmal zu den heißen Quellen begeben um mich zu erholen, denn das Gift hat mich schon ziemlich zugesetzt und ich darf das Training nicht weiter schleifen lassen. Die Getränke in der Quelle sind da wirklich wahre Wundermittel. Ein Schluck von einem Bergquellwasser-Tee und ich hätte Bäume ausreißen können.

Zurück in der Trainingsschule habe ich mir die zweite Lanzen-Waffe geschnappt und habe mich in die Berge begeben. Der Auftrag drehte sich um einen Qurupeco der die Bergpfade unsicher macht und beseitigt werden sollte. Diese verdammten Vögel machen auch nur Ärger, das liegt in ihrer Natur. Auf meinem Rücken hatte ich die Gewehrlanze geschnallt. Ich verstand erst nicht genau, wieso es sich dabei um eine Lanze handelt, weil diese Waffe mehr einer Kanone gleicht. Vorne war eine Klinge angebracht, mit der man Stiche und Hiebe ausführen konnte. Wie die normaler Lanze hat die Gewehrlanze einen extrem guten Block aus dem man auch heraus angreifen kann. Ich hatte eine eiserne Gewehrlanze dabei, mit einem Fünfer-Magazin, sodass ich fünf Schüsse abgeben konnte. Schüsse kann man es eigentlich nicht nennen, denn es sich im Grunde nur Explosionen an der Spitze der Waffe. Damit lassen sich Combos sehr gut verbinden und sich gut um Panzer zu brechen. Der Meister erzählte mir etwas über die Funktion des "Wyvernfeuers". Ich sollte in den Block gehen und dann einen kleinen Hebel am Griff betätigen. Ich wusste nicht wie mir geschah... Die Waffe wurde unglaublich heiß und vibrierte, als würde sie gleich auseinanderfallen. Eine gewaltige Explosion schoss aus dem Lauf und riss mich fast von den Füßen. Ich konnte mich gerade noch so auf den Beinen halten. So einen Angriff haben ich noch nie gesehen. Die Gewehrlanze musste danach erst einmal eine Zeit abkühlen. Dieser Angriff sollte nur mit Bedacht eingesetzt werden.

Dem Qurupeco war ein würdiger Gegner und hat mich einiges an Schweiß und Nerven gekostet. Seine Fähigkeit, mit den Feuersteinen an seinem Flügeln, Feuer zu erzeugen ist nicht zu unterschätzen. Auch seine Imitationsfähigkeit ist ein Graus für jeden Jäger. Der Qurupeco kann mit Hilfe seines flexiblen Schnabels die Stimmen anderen Wesen imitieren und so Feinde verjagen oder andere Monster anlocken. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als plötzlich ein Azuros auf mich losging, der dem Ruf des Vogel-Wyverns gefolgt ist. Mit einer Dungbombe konnte ich ihn aber schnell wieder verjagen. Im Notsituationen ist die Kacke dein bester Freund. Somit war der weitere Kampf auch kein Problem mehr und ich konnte mich mit der Gewehrlanze gut anfreunden. Ich werde sie auf jeden Fall noch öfter verwenden.

Waffentraining - Gewehrlanze



Fortsetzung folgt...

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