17.09.13

In Nuce #11 ~ Ein zeitloser Einblick in die Familie


"In Nuce" ist zurück!
Unser Freund, die Walnuss, hat eine interessante, kleine Perle ausfindig gemacht, die mir auch selber sehr am Herzen liegt und deshalb auch eine Vorstellung in "In Nuce" verdient hat. Hierbei handelt es sich um nichts anderes, als einen Anime-Kurzfilm von Makoto Shinkai.
Wer gerne Animes schaut und auch ein wenig Niveau an Story und Technik legt, der kommt an den Filmen von Anime-Regisseur Makoto Shinkai zwangsläufig nicht vorbei. Mit Filmen wie "The Place Promised In Our Early Days", "5 Centimeters Per Second" und "Children Who Chase Lost Voices" konnte er schon ein breites Publikum mit seinem einmaligen Animationsstil begeistern. Doch liegt die Stärke des Regisseurs auch in den Kurzfilmen wie "She and her Cat" und "Voice of a Distant Star" beweisen. Nicht ohne Grund, ist er auch einer meiner Lieblings-Anime-Regisseure.

Sein neuster Kurzfilm-Streich ist "Dareka no Manazashi" (だれかのまなざし) - engl. "Someone's Gaze". Shinkai schrieb sowohl das Drehbuch für diesen Kurzfilm und führte auch Regie. Für die Produktion war wieder "The Answer Studio" verantwortlich und Miho Suzuki zeichnet sich für die Animationsregie und das Charakter-Design verantwortlich. Man merkt schon, hier spielt wieder alles perfekt zusammen, um sowohl auf Seiten der Geschichte, als auch auf Seitens der Bilder zu überzeugen. Grob gesagt, geht es in dem ca. 7-minütigen Kurzfilm um folgendes:

Die Geschichte spielt, vermutlich, in einer zukünftigen Version von Tokio. Modernere Architektur, Solarzellen auf Häuserdächern und ein wenig mehr Natur hat Einzug in die Stadt gehalten. Ein Wunschbild? Man begleitet die junge Aa-Chan und bekommt einen Einblick in ihren Alltag und ihre Gefühlswelt und wirft auch einen Blick in ihre Vergangenheit. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf das Familienleben und die Beziehungen zu ihren Eltern gelegt, wie sich alles von der Kindheit bis hin zur erwachsenen Frau verändert hat. Alles wird dabei von einer Off-Sprecherin kommentiert und man erhält durch sie auch wichtige Informationen, die die Figuren so nicht preisgeben. Wer die Erzählerin ist, erfährt man erst in den Credits am Ende.
Makoto Shinkai schafft es einen in knapp 7 Minuten wieder mitzureißen und irgendwie zu berühren. Dazu tragen wieder einmal die Bilder bei, die dem Zuschauer geboten werden. Das Tokio der Zukunft sieht wirklich eindrucksvoll und schön designt aus. Das leicht futuristische Setting ist mehr als gelungen, ist glaubwürdig und ist vor allem nicht abgehoben.  Eine kleine Zukunftsvision Shinkais, von der ich hoffe, dass sie Wirklichkeit wird. Auch die Figuren fügen sich wie immer speziell in die Welt ein und wirken wie immer noch ganz so detailliert und glanzvoll wie die malerischen Hintergründe. In dieser Zukunftwelt hat sich Shinkai für eine Thematik entschieden die genau so zeitlos ist, wie auch berührt. Der Fokus liegt auf der Familie von Aa-Chan und thematisiert die Vergänglichkeit des Familienlebens, aber dennoch auch die kraftvolle Bindung zwischen den Familienmitgliedern. Das wird besonders im Rückblick auf Aa-Chans Entwicklung sehr gut beleuchtet. Alles wird auch wieder mal untermalt von einem wunderbar stimmigen Soundtrack.

Wer sich "Dareka no Manzashi" mal ansehen möchte, den Kurzfilm gibt es offiziell auf dem Youtube Channel von 'Proudbox' zu finden. Hier der Link! Und nicht vergessen, schön in HD gucken!




Bis dahin - Tschödeldö



Kommentare:

  1. Vom Stil und der Musik her ein wirklich schöner Kurzfilm, auch wenn ich kaum ein Wort verstehe. :-)

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    1. Naja, ich spreche auch kein Japanisch, aber die englischen Untertitel helfen schon sehr xD

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