01.05.13

In Nuce #6 ~ Von Liebe, Gaunern und Orangen


Seit Kurzem gibt es ein Spiel, welches nach und nach auf verschiedenen Blogs, in verschiedenen Online-Magazinen und in verschiedenen Beiträgen auf Videoplattformen auftaucht. Irgendetwas muss an diesem Spiel dran sein, wenn es sich so großer "Beliebtheit" erfreut. Oder alle sind einfach nur neugierig...


Ich bin vor kurzem in den Genuss gekommen das Indie-Spiel "Thirty Flights of Loving" zu spielen. Mein Kumpel hat es sich auf Steam gekauft, nachdem GameOne darüber einen Beitrag gemacht hat. Er war furchtbar von dem Spiel enttäuscht, dabei war der Beitrag sehr vielversprechend. Ich nahm mir also die Zeit und seinen PC und habe mir mal selber eine Meinung dazu gebildet.

Wisst ihr was das einzig Schwere an dem Spiel ist? Sich darüber eine Meinung zu bilden! Gleich danach kommt die Sache, einfach mal die Story zu raffen. "Thirty Flights of Loving" ist vom Indie-Entwicklerstudio 'Blendo Games', welches schon interessante Spiele wie "Gravity Bones" (Welches man beim Steam-Kauf von TFOL gratis dazu bekommt) oder dem Cyberpunk-Spiel "Quadrilateral Cowboy" gemacht haben. Irgendwie sind alle Spiele von 'Blendo Games' sehr eigen und damit spreche ich nicht unbedingt nur den Grafikstil an. "Thirty Flights of Loving" sieht eigentlich sehr hübsch aus und kommt mit sehr minimalistischen Mitteln aus. Das merkt man schon daran, dass die Areale nicht wirklich groß sind, dass diese auch noch linear sind und das die Charaktere Blöcke mit Armen und Beinen sind. Interaktionsmöglichkeiten halten sich auch in Grenzen. Gespielt wird aus der Egoperspektive und alles läuft ab wie ein Point&Click-Adventure. Interessant dabei ist auch, dass das Spiel schon 2012 veröffentlicht wurde, allerdings nun erst wirklich in der Licht der spielenden Öffentlichkeit rückte.
Zum Inhalt sei so viel gesagt, dass man wohl einen Gangster spielt, der Teil einer dreiköpfigen Schmugglertruppe ist. Die anderen beiden Mitglieder sind Anita und Borges. Anscheinend wurde in ihrer Welt/ihrem Land ein Prohibitionsgesetz verabschiedet und die drei haben sich auf das Schmuggeln von Alkohol spezialisiert. Auch sonst sich die drei sehr gut ausgestattet, mit Waffen und Transportmitteln und sie sind auf verschiedene Fachgebieten spezialisiert. Anita ist z.B eine sehr gure Schützin, während Borges sehr gut im Knacken von Schlössern ist. Auch scheint es eine Art Dreiecksbeziehung zu geben. Bei einem großen Coup, geht allerdings etwas ganz furchtbar schief.

Die Story wird nicht chronologisch erzählt und man springt von der Gegenwart auch mal gerne in die Vergangenheit und wieder zurück. Die Schnitte mit denen das passiert sind dazu noch ziemlich unsauber. Es ist gerade diese Springen zwischen verschiedenen Szenen, was das Verständnis der Story noch merklich erschwert. Typische 'WTF'-Momente sind dabei vorprogrammiert. Ich kann eigentlich nur sagen, dass "Thirty Flights of Loving" ein interessantes Erlebnis war, wie man eine Gangster-Liebes-Geschichte inszenieren und erzählen kann. Man hätte das Spiel auch auf zwei Stunden strecken können, in denen man jedes Detail der Handlung spielt. Die Entwickler habe nsich allerdings dafür entschieden, es auf gute 15 Minuten Spielzeit runterzubrechen. Ein kräftiger Brainfuck wird bei keinem ausbleiben und ich kann gar nicht sagen, ob das Spiel nun gut oder schlecht ist. Was man am Ende daraus zieht, was man versteht, was man schlussfolgert und wie lange einen das Gespielte noch beschäftigt, ist da sehr unterschiedlich. Und was hat Bernoulli eigentlich mit allem zu tun?

Für mich blieb am Ende einfach die Frage übrig, wie viele Orangen man wirklich hätte essen können und wieso man keine Katze streicheln konnte...




Bis dahin - Tschödeldö




Kommentare:

  1. Es ist so niedlich, wie die Nuss im ersten Bild um die Kiste blickt. xD
    Eigentlich sind P&C Spiele ja immer interessant, aber ich finde die Grafik furchtbar. Sieht ein wenig nach Minecraft aus. Wobei das Ende ja interessant zu sein scheint.

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    1. Ja, ich geb mir immer toootal viel Mühe die Nuss mit einzubauen xD Photoshopmeister! (not)
      Die Grafik ist okay, für das was man dafür zahlt. Und sie ist im Gesamtbild stimmig.

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