06.04.13

Es ist ein schöner Tag zum taggen! - Episode 9 - Die Retrospektive


Nach langer Zeit werde ich mal wieder einen Tag-Post in Angriff nehmen, da ich jetzt schon zum zweiten Mal als Opfer auserkoren wurde. Ich hatte erst überlegt den Kindheits-Tag an mir vorbeirauschen zu lassen, doch da er auch Fragen zu medialen Themen beinhaltet, passt er doch irgendwie zum Blog.

Getaggt wurde ich übrigens von der glitzernden Kitty Erdbeer und auch von der 20% cooleren NinaNovel.
Legen wir los!



Lieblingsgetränk der Kindheit

Ich glaub ich bin da voll uncool, aber mein Lieblingsgetränk war die Capri-Sonne. Am liebsten die mit Drachenfrucht drin, obwohl ich mir nie vorstellen konnte, was denn eine Drachenfrucht sein könnte. Aber Drachen fand ich cool und die Capri-Sonne war lecker. Später kamen dann auch die XXL-Trinkpackungen raus, von denen hab ich dann gerne die mit Apfel getrunken. Sonst mochte ich auch gerne den gekörnten Instant-Eistee mit Zitronengeschmack. An was ich mich noch erinnere ist das Himbeerwasser, was es bei meiner Oma (väterlicherseits) gab. Wenn wir da zu Besuch waren, dann hab ich am Abend immer ein Butterbrot mit Salz gegessen und dazu gab es dann Himbeerwasser. Das war einfach nur Himbeersirup in Mineralwasser gelöst. So schmeckt die Kindheit! - Nach Himbeere...


Lieblingsessen der Kindheit

Ich war als Kind nie besonders wählerisch, was das Essen anging. Aber besonders gerne mochte ich die Frikadellen mit Bohnen und Kartoffeln die mein Vater gemacht hat. Die waren außen nämlich knusprig und die Kartoffeln hat er nochmal leicht in der Pfanne geschwenkt. Ich kann mich auch erinnern, dass wir am Wochenende, also Samstag, immer etwas geholt haben. Oftmals waren es belegte Baguettes. Das Baguette welches ich am liebsten mochte, war das mit Hähnchenfleisch und Spargel. Mit drauf waren natürlich Gurke, Tomaten und Salat und das alles mit einer Kräutersoße. Bei der Baguetteria holen wir auch heute noch Baguettes. 

Eine Besonderheit hat wieder mit meiner Oma zu tun (mütterlicherseits). Als ich noch in den Kindergarten gegangen bin hat mich oft meine Oma abgeholt, weil meine Mutter und entweder auf der Arbeit waren oder mein Vater geschlafen hat, wenn er Nachtschicht hatte. Sie hat dann extra für mich Mittagessen gemacht, auch wenn sie nie selber etwas gegessen hat. Mein Opa hat damals noch selber Kartoffeln in seinem Garten angepflanzt und da waren bei der Ernte auch gaaaanz kleine Kartoffeln dabei. Die hat mir meine Oma dann als Babykartoffeln verkauft und dazu gab es meistens eine Hühnerkeule und Gemüse (auch aus dem Garten). Unschlagbar war aber ihre selbstgemacht Nudelsuppe. Ein Traum! Es glaube es waren diese Erlebnisse, die dazu geführt haben, dass ich selber gerne koche und gutes und vor allem selbstgemachtes Essen zu schätzen weiß.


Lieblingsspielzeug der Kindheit

Ich habe schon immer gerne mit Actionfiguren gespielt. Am liebsten mochte ich meine Batman-Actionfiguren und meine Turtles -Actionfiguren. Ich hatte auch das Zubehör dazu. Sprich, Batmobil, Batwing und Batboat. Ich hatte auch nen Kumpel damals, mit dem ich immer gespielt hat und das ausschließlich mit den Batman Figuren. Er hat dann auch seine Schurken-Figuren mitgebracht, weil ich nur das Matschmonster und Mr. Freeze hatte. Später kamen dann die Beast-Wars-Figuren dazu, welche dann die Zeit der Transformers einleuteten. Die Beast-Wars's waren aber cooler, weil es Tiere waren, die sich in Roboter verwandeln konnten. Affengeil! Ich war auch großer Power Rangers Fan. Die Figuren hatte ich nie, aber dafür die großen Kampfroboter, die man aus Kleineren zusammensetzen konnte. Nebenbei hab ich natürlich auch sehr viel mit Lego und auch meinem Super Nintendo gespielt. 


Lieblingsserie der Kindheit

Da kann ich mich gar nicht so genau festlegen. Ich komm ja aus der Zeit, wo die ersten Animes im deutsches Fernsehen ausgestrahlt wurden, die man damals ja noch Zeichentrickserien oder Cartoons nannte. Größtenteils waren es ja auch amerikanische oder europäische Auftraggeber, für die japanisches Studios. Ich hab damals alles geguckt, was auf RTL II und dem Kinderprogramm von VOX lief. Von Heidi, über Captain Future bis Z wie Zorro, BraveStar, Calimero mit Sombrero, Lady Oscar und die drei kleinen Geister. Später natürlich auch die richtigen Animes, wie Pokemon, One Piece, Dragonball etc. . Meine liebste Serie war aber die Zeichentrickversion von "Das Dschungelbuch". Die Nennung aller Serie würde allerdings den Rahmen hier sprengen. Auf Pro7 habe ich dann die richtigen Cartoons geguckt. Wie Batman, Turtles, Freakazoid! (Was eine geniale Parodie auf alle Superheldenserien ist) , Beatlejuice und die Animaniacs. Am liebsten mochte ich von den Pro7-Serien aber Big Guy und Rusty. Später kamen ja auch Kanäle wie Nickelodeon und Super-RTL dazu, aber ich denke es soll reichen.


Lieblingsfilme der Kindheit

Ich mochte schon immer die Disney-Filme, welch ein Wunder. Mein erster Kinofilm in dem ich war, war auch Pocahontas. Ich mag den Waschbär da. Wir hatten auch immer die Videos zu den Filmen, weil wir eher selten ins Kino gegangen sind. Meine Lieblingsfilme davon sind bis heute Aladdin, Tarzan und Robin Hood. Die beste Musik hatte aber, meiner Meinung nach, immer Oliver & Co. Eine andere Liga waren da die Filme von Don Bluth, die ich immer gerne geschaut habe. Sie waren irgendwie ein Stück weit erwachsener als das, was Disney produziert hat. Wem der Name Don Bluth nun nichts sagt, dem gebe ich mal die Schlagworte "Feivel, der Mauswanderer", "Charlie, alle Hunde kommen in den Himmel" und the one and only "In einem Land vor unserer Zeit". Letzterer ist wohl mein Lieblingskinderfilm für alle Zeit. Außerdem fand ich natürlich den ersten Pokemon-Film ziemlich awesome.


Lieblingsrituale der Kindheit

Hier muss ich jetzt ein bisschen nachdenken. Also ein Ritual war, das wir am Wochenende immer die Omas besucht haben. Samstag die Oma väterlicherseits und Sonntag die mütterlicherseits. Das war immer recht spaßig, aber auch teilweise manchmal langweilig, vor allem, wenn man viel lieber etwas anderes mit dem Tag angefangen hätte. Ich war auch einmal die Woche schwimmen, meistens Sonntags morgens. Eine Mutter von nem Kumpel hat mich dann immer mitgenommen, weil die halt dieses Ritual hatten und ich hab mich dann einfach mit eingeklinkt. Mit Freunden macht schwimmen gehen ja viel mehr Spaß. Ein anderes Ritual wäre da noch, dass ich zum Einschlafen immer Kassette gehört habe. Ich hatte die Benjamin Blümchen Kassetten und Bim Bam Bino, den größten Entertainer meiner Kindheit. Er leitete nämlich das Kinderprogramm auf Tele5 und später auf RTL II. Später kamen natürlich die Kassetten von TKKG und dann Die Drei ??? dazu, welche ich heute immer noch gerne höre.


Prägnante Erinnerungen der Kindheit

Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich nun hier schreiben soll. Ich kann mich noch an die Beerdigung meines Opas (väterlicherseits) erinnern. Mir wurde gar nicht gesagt, dass mein Opa gestorben ist und dann standen wir eines Tages auf dem Friedhof, zusammen mit Familie und Freunden. Eine Vase wurde dann in der Erde vergraben und Familienmitglieder und andere sind dann zu dem Loch gegangen und haben nacheinander Erde hineingeworfen. Dann wurde noch einen langer, schwer zu entschlüsselnder Blick in das Loch und auf die Vase geworfen. Mir war die ganze Prozedur ziemlich suspekt und im Nachhinein frage ich mich, wieso ich nicht gefragt habe, was da eigentlich gerade abging. Jedenfalls wäre ich dann an der Reihe gewesen Erde ins Loch zu werfen, aber ich bin einfach nicht nach vorne gegangen. Meine Oma hat mir dann einen vorwurfsvollen Blick zugeworfen und ich hab dann einfach auf den Boden geschaut, bis die Beisetzung vorbei war. Ich war ziemlich verwirrt. Später habe ich dann erfahren, dass mein Opa in dieser Vase war, weil er sich eine Feuerbestattung gewünscht hatte. Meine Mutter hat mir mal erzählt, dass ich diese Information ziemlich gefasst und gleichgültig aufgenommen habe. Sie hatte mir extra deswegen nichts erzählt, weil sie dachte ich würde mit diesem Sachverhalt noch nicht klar kommen. Ich war fünf Jahre alt, oder so.

Eine andere prägnante Erinnerung ist die, wie mein Vater aus dem Baum gefallen ist. Es war Sommer und mein Vater sollte die große Hainbuche schneiden, die wir im Garten stehen hatten. Er ist also mit Leiter und Säcke raufgeklettert und hat angefangen zu sägen und zu schnippeln. Ich hab unten im Garten mit meiner Schwester Federball gespielt, weil wir später helfen sollten die kleinen Äste klein zu machen und in Säcke zu stopfen. Plötzlich gab es ein großes Geraschel, einen Aufschrei und mein Vater kam aus dem Baum gefallen, wobei er gegen jeden Ast geschlagen ist, der auf seinem Weg nach unten lag. Man stelle sich die Situation vor, wie dieses Holzspielzeug, wo ein kleines, längliches Männchen auf ein Gitter gesetzt wird und dieses sich an den Holzstreben des Gitters nach unten hangelt. Mein Vater schlug also, im Sinne der physikalischen Gesetze der Schwerkraft, auf den Boden auf (ca. 3 Meter Falltiefe) und hatte sich einen komplizieren Beinbruch zugezogen. Wie man es aus Cartoons kennt, bin ich natürlich erstmal in Gelächter ausgebrochen. Ich glaube, das nimmt er mir bis heute noch übel...






Das war also der Kindheits-Tag. Mir haben die Fragen ganz gut gefallen und war mal schon, an die eigene Kindheit zurückzudenken. Wem der Tag gefallen hat und wem die Fragen gefallen haben, der kann den Tag gerne übernehmen. Ich werde hier jetzt keine Personen speziell taggen, denn am Ende machen sie es sowieso nicht, oder oder oder. Ich lasse da lieber die freie Entscheidung.





Bis dahin - Tschödeldö




Kommentare:

  1. Ein schönes Stöckchen. :-)
    Und du hast als Kind Spargel gemocht? Ich hab das Gemüse erst viel später für mich entdeckt. Jetzt hätte ich aber wohl auch Hunger auf so ein Baguette!
    Und nichts geht über Benjamin Blümchen Kassetten! <3

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    1. Joar. Also nicht das ich das jetzt immer gegessen hätte. Aber Spargel auf Baguette war oke. :D

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