06.02.13

In Nuce #1 ~ The Middle


Willkommen zur ersten, spektakulären Ausgabe von "In Nuce".
Zum Auftakt dieser neuen Rubrik voller buntem Allerlei, fangen wir doch einfach mit einer Empfehlung für eine Serie an, die ich vor kurzem für mich entdeckt habe.

The Middle





Im Mittelpunkt der Serie steht die amerikanische, fünf-köpfige Familie Heck. Handlungsort ist die fiktive Kleinstadt Orson im Bundesstaat Indiana, welche, dem Seriennamen entsprechend, in der Mitte des Bundestaates liegt. Die mehrsträngige Handlung jeder Episode wird von Frankie Heck (Patricia Heaton), der Mutter und Ehefrau aus dem Off erzählt. Sie arbeitet bei einem der letzten Autohändler der Stadt, ist bei ihrer Arbeit aber nicht sehr erfolgreich. Ihr Mann Mike (Neil Flynn) ist Manager eines Steinbruches. Zusammen haben sie drei Kinder, Axl (Charlie McDermott), Sue (Eden Sher) und Brick (Atticus Shaffer). Axl ist der älteste Spross der Familie. Er ist Sportler mit Leib und Seele und steckt mitten in der rebellischen Teenagerphase. Sue ist das einzige Mädchen der Familie und ist stets bemüht in der Schule aufzufallen, in dem sie versucht in diverse Clubs und Vereine aufgenommen zu werden, was aber nicht von Erfolg gekrönt ist, da sie komplett talentfrei ist. Der jüngste Sohn, Brick, ist sehr intelligent und liest am liebsten. Mit seiner Intelligenz einhergehend, hat er ein eidetisches Gedächtnis, schwächelt allerdings beim Knüpfen sozialer Kontakte.




Ich bin ein großer Liebhaber von Familien-Comedy-Serien. Die wilden 70er, Eine schrecklich nette Familie, Immer wieder Jim, Full House oder Malcolm Mittendrin. Es ist einfach der alltägliche bis nicht ganz so alltägliche Familienwahnsinn.

"The Middle" schlägt irgendwie in eine Kerbe zwischen Malcolm Mittendrin und Eine schrecklich nette Familie. Die Charaktere sind gegensätzlich, größtenteils stereotyp und passen dennoch sehr gut zusammen. Es gibt die engagierten, aber doch stellenweise resignierenden Eltern. Der Anteil des starken Elternteils bleibt dabei größtenteils bei der Mutter Frankie, aber das kann sich serien-typisch von Folge zu Folge ändern.

Wir haben den verantwortungslosen, ältesten Sohn, der gerade mal Autofahren darf, auf Sport und Mädels abfährt und der pausenlos von seinen Eltern genervt ist. Bei Axel kommt aber noch der interessante Fakt hinzu, dass er sämtliche Teller des Hauses in seinem Zimmer hortet und das er zu Hause meist nur in Boxershorts herumläuft. Die Tochter Sue ist ein kompletter Pechvogel und verliert schnell die Nerven. Ihre besonderen Merkmale ist, dass sie knallbunte Klamotten trägt, was gut zu ihrem Gemüt passt und das sich nie jemand an sie erinnern kann. Der jüngste Sohn, Brick, ist ein laufendes Lexikon und lernt gerade erst mit Menschen außerhalb der Familie zu Recht zu kommen. Sein besonderes Merkmal ist, dass er bestimmte Worte von Sätzen, nachdem er sie ausgesprochen hat, noch einmal flüsternd in Richtung seines Herzens wiederholt. Außerdem hat er für die alltäglichen Dinge ein Gedächtnis wie ein Sieb.

Die Familie bleibt dabei aber immer sehr sympathisch und die Charaktere liebenswert und man kann sich auch ein Stück weit mit ihnen identifizieren. Natürlich bleibt das obligatorische Fremdschämen nicht aus und Mitleid mit den Eltern darf auch nicht fehlen.

Der Inhalt der Folgen befasst sich meist mit den üblichen Dingen, die in einer Familie vorkommen. Entweder geht es um den Muttertag, dass sich der Älteste einen Nebenjob suchen soll, das es aus irgendeinem Grund zwischen Mutter und Tochter kriselt, das Halloween vor der Tür steht, oder das ein Job auf der Kippe steht und so weiter und so fort. Jeder Charakter der Familie bekommt in jeder Folge aber einen Handlungsstrang spendiert, die am Ende zusammenlaufen und mehr oder weniger gut ausgehen. Interessant dabei auch, dass sich eine Staffel (24 Folgen) genau in einem Jahr abspielt. Sprich, eine Staffel beginnt mit dem ersten Schultag und endet mit dem letzten Schultag und der Versetzung der Kinder.

Alles in allem, kann ich "The Middle" jedem empfehlen der auf Familien-Comedy-Serien steht. Die Serie ist einer der besten ihrer Art, die ich seit langem gesehen habe. Die Charaktere sind klasse ausgearbeitet und die Storys der jeweiligen Episoden immer interessant und witzig, ohne das es ins komplett Lächerliche abrutscht. Außerdem spielt Neil Flynn den Vater. Das ist wie, als hätte der Hausmeister aus Scrubs sein Job gekündigt und hätte eine Familie gegründet.




Bis dahin - Tschödeldö



Kommentare:

  1. Leider sagt mir die Serie mal so gar nichts. :( Dabei sind gerade Serien wie diese meiner Meinung nach nett anzusehen. Wäre mal eine Abwechslung anstatt zum 100. Mal Malcolm Mittendrin o.ä. zu sehen. *g*

    PS: Und Neil Flynn ftw! :)

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    1. Gibt ja genug Möglichkeiten sich die Serie mal zur Probe anzusehen :D Es lohnt sich auf jeden Fall.

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  2. Hab ich auch noch nie von gehört. Aber wenn der Scrubs-Hausmeister mitspielt, ist es auf alle Fälle mal einen Blick wert. xD

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