04.10.12

Spidey Is Back In Black - Meine Erfahrungen


Endlich ist es soweit, ich habe das erste Heft der neuen Spider-Man-Story in einem Rutsch durchgesuchtet. Okay, ich hab länger gebraucht um anzufangen, aber es gibt ja noch mehr Comics in meinem Leben.



Titel: Ultimate Spider-Man
Publisher: Marvel Comics
Story: Brian Michael Bendis
Artist: Sara Pichelli
Sprache: Englisch
Umfang: 136 Seiten
Preis: Amazon - 14.95€ (gebundene Ausgabe)


Alles beginnt mit mit einem Gespräche zwischen Norman Osborn und einem Wissenschaftler über einige Genexperimente. Ein Zeitungsartikel des 'Daily Bugle' am Ende des Kapitels erklärt, dass Osborn als der Green Goblin enttarnt wurde und von der Militärorganisastion 'S.H.I.E.L.D.' gefangengenommen wurde. 'Oscorp Industries' ist nun am Ende und die wissenschaftlichen Anlagen sind von einen auf den anderen Tag verlassen. Eines nachts tut sich etwas auf etwas auf einem der Oscrop Anlagen. Eine maskierte Gestalt verschafft sich Zugang zu einem der Forschungslabore, bemerkt bei seiner Plünderung aber nicht, dass sich eine Spinne in dessen Tasche verkriecht.

Hauptprotagonist ist der junge Miles Morales, der in Brookly, New York geboren und aufgewachsen ist. Er ist der Sohn eines afroamerikanischen Vater und einer latino Mutter. Er ist scheint außerdem ein intelligenter Junge zu sein, da er sich für Wissenschaften interessiert. Es beginnt mit einem Auswahlverfahren, einer Lotterie in einer bekannten und erstklassigen Charter School in Brooklyn, wobei Miles das Glück hatte gezogen zu werden und von nun an dort zur Schule gehen kann. Er scheint aber nicht besonders angetan von der ganzen Sache zu sein und der Streit seiner Eltern geht ihm auch gegen den Strich. Nach der Veranstaltung besucht er seinen Onkel Aaron, obwohl ihm sein Vater den Kontakt zu ihm untersagt hat. Sein Onkel ist erfreut über die gute Nachricht von Miles schulischem Aufstieg, was mit einem Eis gefeiert werden muss. Während Miles sich mit dem Eis auf dem Sofa niederlässt, krabbelt eine exotisch wirkende Spinne aus einem Rucksack und krabbelt unbemerkt auf Miles zu. Als die Spinne seine Hand berührt erschrickt wer, was das Spinnentier dazu veranlasst ihn zu beißen. Er wird auf den Biss hin ohnmächtig. Als er erwacht ist sein Onkel in hellem Aufruhr und es dauert nicht lange bis sein Vater auftaucht. Der fängt mit Aaron einen handfesten Streit an, weil er glaubt, dass er seinem Sohn irgendetwas gegeben haben könnte. Miles will keine Streiterein und rennt aus der Wohnung und  verschwindet in den Straßen von Brooklyn. Aus Angst, dass die Spinne bei ihm eine Mutation hervorgerufen haben könnte, beschließt er diese Kräfte geheim zu halten und sucht seinen Kumpel Ganke auf...


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Anfänglich war ich sehr skeptisch die Storyline betreffend. Ich meine, Peter Parker sterben zu lassen, damit ein neuer Spider-Man auftreten kann. Das Miles Morales die neue freundliche Spinne aus der Nachbarschaft wird, ist von vornherein klar, denn wer in einem Marvel Comic von einer Spinne gebissen wird, dessen Schicksal ist vorprogrammiert. Auf der anderen Seite ist die Idee eines Helden mit multikulturellen Hintergründen aus einem Problembezirk wie Brooklyn, schon irgendwie eine interessante Idee. Es muss auch mal Veränderungen geben und alternative Handlungstränge in Marvel Comics sind ja schon lange an der Tagesordnung.

Mit Miles Morales betritt ein anfangs nicht allzu sympathischer neue Spinnenmann die Bühne. Das mag zuerst daran liegen, dass er recht verschlossen wirkt. Dennoch taut er über die 136 Seiten merklich auf, gibt mehr von sich preis und lässt den Leser in seine Welt und vorallem Problem- und Gedankenwelt eintauchen. Er ist kein Draufgänger und dazu noch sehr jung. Jünger als es Peter Parker im "Amazing"-Universum ist. Das Universum schließt übrigens an das Universum von "Ultimate Spider-Man" an, da hier anstatt Mary Jane, die junge Gwen Stacy im Mittelpunkt steht. Gleichmaßen schön zu sehen ist, dass hier schon der Konflikt mit den Mutanten vorkommt. Als Miles mit seinem Vater auf einer Parkbank ein Gespräch führt, schießen plötzlich Human Torch und Ice Man an ihnen vorbei, was das Gespräch auf die Mutanten von New York City lenkt. Trotz all der positiven Meinungen über die 'Fantastic Four', 'X-Men', 'S.H.I.E.L.D.' oder die 'Avengers', gibt es natürlich auch immer die bösen Schurken und die Kämpfe die in der Stadt ausgefochten werden. Miles Vater spricht sich dabei zum Beispiel gegen die Mutanten aus.

Was den Tod von Peter Parker angeht, fand ich ihn jetzt in der ersten Ausgabe noch zu beiläufig. Ich nehme aber an, dass er mit vorschreitenden Ausgaben noch mehr thematisiert wird, zumal Miles bei dessen Ableben auch anwesend war und sicher werden sich Mary Jane, Gwen und vorallem Tante May einen neuen Spider-Man nicht einfach so bieten lassen. So auch nicht ein paar andere Superhelden von New York. Mit anderen Superhelden wird schon in der ersten Ausgabe nicht gespart, denn wie schon erwähnt, haben Human Torch, sowie Ice Man ihre Auftritte und auch ein paar der 'Avengers' haben nen kleinen bis größeren Auftritt. Auch wird die plötzliche Wiederauferstehung von Spider-Man von den Bewohnern New Yorks unterschiedlich aufgenommen, wobei die Meinungen dazu eher durchweg negativ sind, weil alles für einen schlechten Scherz gehalten wird. Wenn man es mal genau nimmt, war Miles erste Auftritt als Spider-Man nicht gerade ruhmreich und heldenhaft, sondern eher dilettantisch und naiv und dazu noch in einem miesen Spider-Man-Halloween-Kostüm. Was seine Kräfte als neuer Spider-Man angeht, gibt es einige Unterschiede zu Peters Kräften. So kann Miles anscheinend keine Spinnenfäden erzeugen, kann dafür aber eine Art giftigen Stich mit seinen Händen ausführen, der den Gegner lähmt. Auch das Tarnen, was als Unsichtbarkeit dargestellt wird, ist eine neue Fähigkeit.

Kleines Fazit.
Diesmal kann ich nur schwer ein Fazit ziehen, da die Story mit der ersten Ausgabe zwar schon ins Rollen kommt, aber noch der gewisse Kick fehlt. Anfänglich etwas schlapp, kommt durch die Zeichnung von Miles Morales mehr Interesse für ihn und die Story auf und ich will unbedingt wissen wie es weiter geht, mit ihm im neuen Spidey-Kostüm. Mit seiner Zusammenarbeit mit den anderen Helden New Yorks und auch mit Peter Parkers zurückgelassenen Freunden und Verwandten. Meiner Meinung nach haben wir hier schon eine Storyline vor uns, die die Leser fesseln kann und wohlmöglich noch einen ganz neuen, jüngeren Spider-Man erschafft. Es fühlt sich wirklich mal nach etwas Neuem an, allerdings mit der nötigen Priese Bekanntem. Wer Interesse hat, sollte auf jeden Fall mal den ersten Band lesen.






 Bis dahin - Tschödeldö




Kommentare:

  1. Ich hab' zwar gerade erst angefangen deinen Blog zu lesen, bin jetzt aber schon ein ganz großer Fan. Fakt ist: du hast eine ganze Spanne an Themen, die mir allesamt gefallen. Gut, dass du dich auch brav um die Comicecke kümmerst.
    Und warum finde ich dann leider hier noch kein "Lobo"?

    Außerdem empfehlenswert: Chew, Bulle mit Biss; Scott Pilgrim oder Afro Samurai.

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    1. Freut mich, dass dir mein Blog gefällt. Ich freu mich immer über neue Leser! :)
      Comics sind bei mir halt Phasenweise vertreten, aber demnächst wird wieder etwas dazu kommen.

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