13.09.12

[52 Games] - Wir kämpfen einsam, aber lieber gemeinsam!


Zum Glück gibt es diese Woche wieder ein Thema für 52 Games, mit dem ich um einiges mehr anfangen kann.


#33 - Teamwork
- Final Fantasy Crystal Chronicles (NGC) -


Final Fantasy Crystal Chronicles erschien 2004 für den Nintendo Game Cube. Das ist in sofern etwas besonderes, da der letzte Final Fantasy Teil für eine Nintendokonsole 1994 für den Super Nintendo rauskam. Und das war Final Fantasy VI.

Crystal Chronicles kam um einiges knuffiger daher, als die anderen Teile der Serie, was auf dem Game Cube aber vollkommen okay war. Man bewegte sich in einer ganz neuen Welt, die von ganz neuen Völkern bewohnt wird. Die Welt wird eingehüllt von einer giftigen Atmosphäre, die Miasma genannt wird und als eine Art giftiger Nebel dargestellt wird. Einziger Schutz davor sind die Myre Bäume und die Myre Kristalle. Diese Bäume geben eine Substanz ab, die Myretau genannt wird. Die Dörfer in dieser Welt, sind alle um diese Kristalle errichtet worden und einmal im Jahr muss eine Karavane losziehen um Myretau zu sammeln. Dabei muss man sich in gefährliche Dungeons wagen um am Ende, nach dem Endkampf mit dem Dungeon Boss, wartet der Myre Baum. Mit auf der Reise immer der Kelch, der die Karavane vor dem giftigen Gas schützt und den Myretau in sich aufbewahrt.

Wenn man alleine ist, hat man einen kleinen Mogry dabei, der für einen den Myrekelch trägt, was sehr komfortabel ist. Allerdings entfaltet das Spiel erst sein wahren Potenzial, wenn man mit Freunden zusammen spielt. Jeder kann sich eine Rasse aussuchen. Entweder einen Clavat, eine menschliche Rasse, die der Allrounder des Spiels ist, der am besten mit einem Schwert kämpf. Einen Selkie, auch eine menschliche Rasse, die die Rolle der Diebe in sich haben und mit Schnelligkeit und Genauigkeit punkten können. Ihr Stammwaffe ist eine Art Keule. Dann gibt es noch die Yuke, eine geheimnisvolle Lebensform, die irgendwie Vogelartig wirkt. Sie haben ein reines Magietalent. Als vierte Rasse gibt es dann noch die Lilty, eine kriegerische Rasse von kleinwüchsigen Lebewesen, die mit Stärke punkten kann und als Stammwaffe den Speer hat. Das Dorf in dem man zu Hause ist, wird von allen Rassen gleichermaßen bevölkert, hingegen kommt man auf der Reise nur in Städte, wo ausschließlich eine Rasse lebt. So leben die Clavat in einem großen Bauerndorf, die Lilty in einer gewaltigen Burgstadt mit Schloss, die Selkie in Holzbauten, die an einer hohen Klippe gebaut wurden und die Yuke leben abgeschieden auf einem Welsen umgeben von Wasserfällen.

Man beginnt in einem kleinen Dorf, wo man auch zum Anfang einen Job annehmen kann, den die Familie ausführt. Entweder Schmied, Schneider, Bauer, Alchemist und ähnliches. Man macht sich nun mit Freunden auf in die Dungeons. Eine wichtige Aufgabe, ist dabei das Tragen des Myrekelchs, der die Gruppe in den Dungeons vor dem giftigen Miasma schützt. Dabei ist Teamarbeit gefragt, vorallem bei den Bosskämpfen. Zauber können nur durch bestimmte Accessoires fest erlernt werden, sonst findetet man sie in jedem Dungeon neu. Die Zauber müssen dann gut verteilt werden, weil man nur eine bestimmte Anzahl von Zaubern tragen kann. Das geniale Feature des Mehrspielermodus ist dabei, dass man gleiche und unterschiedliche Zauber kombinieren kann. Wenn z.B zwei Spieler den 'Feuer'-Zauber haben, können sie diesen Zauber auf einen Punkt wirken lassen und aus dem einfachen Feuerzauber, wird der viel stärkere 'Feura' oder auch 'Feuga' zauber. Oder man entwickelt neue Zauber so wird aus 'Vita' + 'Engel', der starke, heilige Zauber 'Sanctus'.

Auch liegt es an den Mitspieler, gestorbene Mitspieler wiederzubeleben, entweder mit dem 'Engel'-Zauber oder einer Phönixfeder, man muss da wirklich als Team zusammenhalten. Auch können Wasser- und Ölkrüge geworfen werden, damit ein anderer dann einen 'Feuer'- bzw. 'Blitz'-Zauber wirken kann, der dann einen Flächeneffekt bekommt. Gefundene Items können getauscht werden, genau wie die Skizzen die man findet, wodraus neue Waffen gemacht werden können. Mit mindestens 2 Spielern zusammen macht das wirklich Spaß, weil man dann auch ein wenig Taktik in den Kampf einbauen kann. Da kommen dann so Dialoge bei raus wie;

- "Da hinten sind Goblin-Schützen!"
- "Bin dran! Wer hat Blitz? Dann knalln wir denen ein Blitzga rein!"
- "Das sind 5 Stück und nen Goblin-Shamanen haben sie auch noch, ich hol erstmal drei ran und du lädst schonmal Blitz. Zwei mach ich im Miasma platt. Kannst du mich mit Vita dauerheilen?"
- "Okay, dann warte ich mit Vita und nehm schonmal den Kelch."

- "Scheiße! Da ist auch noch ne Chimera, haben wir Medica-Zauber dabei?!"
- "Lass mich die Chimera machen, ich bin immun gegen Gift."
- "Na dann. Auf gehts Leute!"

Das unschöne an der Sache ist, dass man zum zusammenspielen einen Game Bay Advance braucht und ein passendes Kabel um diesem mit dem Game Cube zu verbinden. Soweit ich weiß, wurde dieses Kabel speziell für diesen Final Fantasy Teil rausgebracht und wurde in späteren Spielen nurnoch selten benutzt. Der Game Boy hatte aber auch den Vorteil, da man auf ihn sein komplettes Inventar immer einsehen konnte, Rüstungen wechseln konnte und mit bestimmen Accessoires ein Karte oder ein Item-,Gegner-, oder Schätzeradar einsehen konnte. So kann man mit drei Spielern schon jeden Dungeon gut looten, wenn man einen Item- und einen Schatzradar dabei hat und einer mit der passenden Dungeonkarte aushelfen kann.


Es waren schöne Zeiten. Good old times!





Bis dahin - Tschödeldö





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen