23.08.12

Mein Manifest und meine Gedanken - Noir


Heue komme ich zu euch mit einer kleines Comic-Review. Das ist zwar nicht üblich hier auf dem Blog, aber ich dachte ich könnte mal von meinen Erfahrungen bereichten.

Meine Erfahrungen mit;
Spider-Man Noir


Titel: Spider-Man Noir
Verlag: Marvel Comics
Illustrator: Carmin Di Giadomenico, David Hine
Autor: Fabrice Sapolsky
Sprache: Englisch
Seiten: 112
Preis: 11,80 € (Amazon.de)


Plot
This alternate take on the Spider-Man mythos is set in 1933 – during the Great Depression . While Peter Parker still becomes the titular Spider-Man, the initial focus of the story is upon Daily Bugle reporter Ben Urich . He is an experienced and respected reporter who runs a network of informants under the alias of the Spider. This may or may not have annoyed the Enforcers (Ox, Fancy Dan, Montana), Kraven (an animal trainer), the Chameleon (a master of disguise) and the Vulture (a sideshow freak), who had developed a taste for human meat. Urich does not use the information he has to expose the Goblin but rather to blackmail him, in order to get enough money to feed his secret drug habit. 

Urich encounters Peter Parker during an oration by Peter’s aunt in Central Park. The socialist slant of  May Parker’s words does not sit well with the Enforcers and Urich is forced to intervene in order to prevent serious injury to either Peter or May. Urich subsequently takes Peter under his wing and after Peter mistakenly receives a tip-off meant for the Spider, the young man ventures to a warehouse where the Goblin’s men are unloading a shipment of stolen antiques. A particular antique – a spider statue – breaks open and releases a horde of spiders. One of the spiders bites Peter, causing him to pass out and dream of a spider god. When he awakes, he is upside-down in a black web. He has gained the proportionate strength, speed and agility of a spider, along with a spider-sense and the ability to spray organic webbing from his hands. Unlike the traditional Spider-Man, he cannot cling to walls by force of will and his webbing does not focus into web-lines that he can use for travel. With his powers, Peter dons a black mask, gloves, and trench coat in order to take down Osborn in the guise of the Spider-Man. He also brings a gun.

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Ich bin ein großer Fan der 'Noir'-Serie von Marvel, sei es wie hier Spider-Man, oder Wolverine oder X-Men. Der Flaire dieser Comic-Reihe ist einmalig und das Setting, sowie die neue Ausarbeitung der Charaktere ist grandios.

Spider-Man Noir bietet eine alternative Handlung und hat, meiner Meinung nach, um einiges mehr Spannung als die anderen Spider-Man-Serien. Vorallem die neue, mystischere Art und Weise, wie Peter zu seinen Kräften kommt, ist um einiges kreativer, als einfach von einer mutieren Spinne gebissen zu werden. Doch etwas bleibt immer gleich. Da haben wir Peters ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, seine starke, selbstbewusste Tante May und natürlich der Gegenspieler in der Gestalt von Norman Osborn alias Goblin. Auch haben hier einige bekannte Helferlein und Schurken ihren Auftritt, wie Chameleon den Gestaltwandler und den Jäger Kraven. 
Der Comic ist dabei stehts in einer dunklen, dreckigen und freundlichen Atmosphäre gehalten, was das Gefühl von einem von Wirtschaftskrisen geplagten New York der 30er Jahre noch verstärkt und das liegt nicht nur daran, das Winter ist. Das kann man auch aus vielen ausgezerrten Geischtern vieler Figuren. Das New York in dem sich Peter bewegt wirkt da eher, wie der Bruder von Gotham City, dreckig, dunkel und korrupt. 

Dazu passt auch Peters Spider-Man Outfit sehr gut. Es ist komplett schwarz gehalten und das liegt diesmal nicht an dem fiesen Symbioten 'Venom'. Dabei trägt er anscheinend auch eine Art von Flieger- oder Schweißerbrille, was ihn ein wenig wie den Froschmann von Alfred Hitchcock erscheinen lässt.

Der Comic bietet eine abgeschlossene Story, die aber noch Raum für weitere Ausgaben bietet, die ja auch schon folgten. Ich kann jedem Freund des Spinnenmanns diesen Ausflug in die 30er Jahre nur empfehlen. Spider-Man ist ganz neu, wirkt aber doch so vertraut und die Story ist spannend, düster und nichts für kleine Kinder. Einzig die Dialoge wirken manchmal ein wenig zu theatralisch, wenn es um Peters Onkel Ben geht. Aber das war ja eigentlich noch nie anders, ist also zu verschmerzen


Kommen wir nun zu einer Sache, die mich wirklich genervt und frustriert hat.



Comic-Leser aller Länder vereinigt euch! Kämpft gegen mindere Produktqualität und steht ein für eine bessere Balance von Qualität und Quantität bei Comics!


Ich sage ja eigentlich nichts dagegen, dass man hier und da spart, damit der Endverbraucher weniger zahlen muss um trotzdem ein voll funktionsfähiges Produkt zu erhalten. Allerdings gibt es auch Sachen woran man nicht sparen sollte und das viel mir gerade beim Lesen von "Spider-Man Noir" schmerzlich feststellen.

Man stelle sich vor, man liegt, sitzt, hockt oder schwebt und verfolgt gerade die Abenteuer seines Lieblingscomichelden und blättert um und dann das;







Ja man hat plötzlich die Seite in der Hand. Was zum Geier?! Ich habe ja bisher immer gedacht, dass der Name 'Marvel' für Qualität steht und dann sowas? Ich habe 1€ teure Zeitschriften gesehen, die nen besseren Verbund für die Seiten hatte. Und für diesen Comci habe ich gute 10 € bezahlt und wo und was bekomm ich? Das frustriert einen doch bis auf's Mark.

Das ist übrigens nicht die einzige Seite sie sich so schön rauslösen lässt. Nein, ganze acht andere Seiten folgten der Ersten. Ich habe mir dann mal die Sache genau angeschaut und habe bei den Seiten an den verleimten Enden so etwas wie eine Perforation gefunden. Wieso? Damit man sich die Seiten raustrennen kann? Wer will das schon, außer Ray William Johnson? Und falls doch, dann hat man das Problem vor dem ich auch stehe, ein komplett instabiles Comicheft. Man darf es bloß nicht ganz aufschlagen, sonst hat man das Desaster. Bei "Wolverine Noir" gibt es übrigens das gleiche Problem wie ich gesehen habe, doch da sind zum Glück noch alle Seiten drin.  

Man muss dazu sagen, dass die Comichefte der 'Noir'-Reihe in der Taschenbuchversion natürlich kein Hardcover haben und keine hochglanz Seiten, sondern nur einfache Papierseiten bieten. Das ist natürlich nicht schlimm, weil sie das grünster macht und bei Mangas stört das ja auch nicht. Allerdings sollte man auch darauf achten die Seiten ordentlich zu fixieren, denn für Sammler ist diese Art und Weise ein Comic zu verarbeiten ein Graus. Ich bin kein Sammler, aber rumfliegende Seiten will ich trotzdem nicht haben. Noir-Story top! Noir-Illustrationen top! Noir-Verarbeitung grausam!


Deshalb sage ich; Liebe Verlage! Achtet mehr auf eine qualitative Verarbeitung eurer Produkte und bringt keine halbgaren Produkte auf den Markt! Daran hat der Leser und bei Beschwerden auch der Verkäufer und der Verleger keinen Spaß. Comics kaufen soll sich wieder lohnen und nicht frustrieren!





Bis dahin - Tschödeldö





Kommentare:

  1. Sehr schön - habe mir schon überlegt, die Noir Comics von Marvel mal zu lesen. Werde ich dann nun wohl mal wirklich machen.
    Auch wenn ich hoffe, dass die Seiten bei mir halten. Sowas kann ich ja gar nicht leiden.

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    1. Ich wünsch dir viel Glück bei deinen Büchern :D

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  2. Ehrlich gesagt ist mir das noch nie passiert bei Comics, kann aber auch sein weil ich meine noch nicht so lange besitze.

    Zu I'm a cyborg usw: Ich denke ich werd's erst heute Aaaaabend schaffen darüber zu bloggen, leg du ruhig schon los! (: Spätestens morgen siehst du mein Review dazu! ^_^

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    1. Naah, ich warte einfach solange, bis deine oben ist. :)

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  3. Oi, das würde mich auch sehr ärgern. Ich krieg ja schon nen Rappel, wenn ich Leseknicke in Büchern habe. Aber eine so leicht herauslösbare Seite ist wirklich mies. :-/

    Das mit den Noir-Comics hört sich aber gut an. Werd ich mal nach schauen.

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    1. Leseknicke hab ich früher in der Schule nur in diese gelben Reklambücher gemacht :D

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