23.04.12

[52 Games] - Zwei Welten, eine (Gem)Einsamkeit


Ist es schon wieder soweit? Anscheinend...
Also herzlich willkommen zum Projekt [52 Games]! Und diesmal ist das Thema genau so düster und negativ behaftet wie die Wochenzahl die wir schon erreicht haben. >:)


#13 - Einsamkeit
- Metroid Prime 2; Echoes (NGC) -



Einsamkeit. Eigentlich nichts schönes, denn niemand ist gerne lange alleine. Aber wie immer gibt es hier und da Ausnahmen. Wer hat sich nicht schonmal an einen Ort zurückgezogen, nur um mal ganz für Sich zu sein? In Videospielen ist Einsamkeit eine sehr beklemmendes Stilmittel, dass aber seinen Reiz hat. Hierbei gibt es natürlich die obligatorischen Gruselspiele, wo die Einsamkeit mit das Schlimmste ist, was einem Angst machen kann. Wir denken da an die "Silent Hill"-Spiele, oder  "Resident Evil", obwohl man da ja niemals ganz alleine war. Auch "Shadow of the Collossus" ist der Inbegriff der Einsamkeit, wo man nur sein Pferd hat und durch die Landschaften zieht, oder auch genaus so wie der neu erschienene Indepentdentitel "Journey". Aber darum soll es hier nicht gehen.

Das Spiel in dem ich am meisten die Einsamkeit gespürt habe, war wirklich ein "Metroid"-Teil. Es war sogar der zweite Teil, der für den Nintendo Game Cube erschienen ist, nach "Metroid Prime". Leider wurde der dritte Teil der eigentlich Trilogie "Metriod Prime 3; Corruption" dann nurnoch auf der Wii veröffentlich. In "Metroid Prime 2; Echoes" verschlägt es die Kopfgeldjägerin Samus Aran auf den Planeten Aether, um einem Notsignal föderalistischer Soldaten nachzugehen. Beim Eintritt in die Atmosphäre wird allerdings ihr Schiff beschädigt. Bei fortwährenden Untersuchungen stellt sich heraus, dass die gesamte Crew des Soldatenschiffes getötet wurde. Ein aufgezeichnetes Video zeigt, dass die Soldaten von spinnenartigen schwarzen Wesen (Dunkler Splinter) angegriffen wurden, und das in einer mächtigen Überzahl. Kurz nach dieser Erkenntnis begegnet Samus der „Dunklen Samus“. Dem Scan nach hat dieses Individuum den exakten genetischen Code von Samus Aran, allerdings besteht der Körper der Dunklen Samus ausschließlich aus dem schon in "Metroid Prime" kennen gelernten Phazon. Bei dieser Begegnung gerät Samus in einen Dimensionsstrudel und wird auf den „Dunklen Aether“ transportiert. Die Atmosphäre dieses Ortes ist hochgradig giftig und Samus ist ihrer Doppelgängerin und gigantischen Ing-Horden, die sie dort erwarten, schutzlos ausgeliefert. 
 Sie wird auf dem Dunklen Aether angegriffen und fast alle Teile ihres Anzuges werden von den bösen Wesen, im folgenden „Ing“ genannt, absorbiert. Im weiteren Verlauf lernt Samus die Luminoth kennen, intelligente Lebewesen wie die Chozo es waren. Der Hüter der Luminoth, U-Mos, erzählt dabei die verheerende Geschichte von Aethers Zerfall in Hell und Dunkel, ausgelöst durch einen Meteoriteneinschlag. Fortwährend gab es einen Krieg zwischen den Luminoth und den Ing, wobei die Ing die Luminoth fast ausgelöscht haben, da sie den Luminoth jede Energiequelle gestohlen haben. Samus′ Aufgabe ist es nun, diese Energiequellen, die ein gewaltiges Netzwerk bilden, wieder in das Hauptenergieregulatorzentrum im Tempel der Luminoth (wo U-Mos logiert) zu leiten und somit den Luminoth Leben zu bringen und den Ing den langwierigen Tod.

So schaut es aus. Samus muss mal wieder einen Planeten und das dort lebende Volk retten, es gibt eine fiese, böse Macht, die Welttraumpiraten sind auch wieder dabei und, wer wird es auch verdenken, ein paar Metroids. Samus verliert natürlich alle ihre tollen Gadgets für den Anzug und darf neu Sammeln. Die alte Geschichte. Dennoch verspürte ich bei diesem Spiel eine unheimliche Beklemmung, wenn ich durch die Areale wanderte und alles zu Klump schoss, was mit vor die Plasmakanone kam. Das lang zum einen natürlich am Setting des Spiel. Wie in Silent Hill, gab es eine "gute" Seite des Planeten, aber auch eine "böse" Seite. Ich wollte nie auf die dunkle Seite. Da war es dunkel und gruselig und die Atmosphäre der dunklen Seite war giftig! Was mir aber mehr zuschaffen machte, war diese Einsamkeit. Ich gebe zu, die "Metroid"-Spiele waren noch nie mit vielen NPCs gesegnet, aber in MP2; Echoes war es sehr extrem, vorallem nachdem man den Vorgänger gespielt hat.

Auf dem Planeten aus dem Vorgänger, Tallon IV, gab es eine wunderbare Flora und Fauna. Schnee und Regen, grüne, wuchernde Pflanzen und trockene, sandige Wüsten. Hier und dort gab es kleine Tiere die herumkrabbelten, kleine Fische im Wasser und Käfer die von einer Ruinenspalte in die andere krabbeln. Man hatte den eindruck einer gesunden, funktionierenden Umwelt und das man nie ganz alleine irgendwo war, sondern das immer etwas um einen herum lebte.

Auf dem Planeten Aether aus "Metroid Prime 2; Echoes" ist das meiste Leben ausgelöscht worden. Kaum Vegetation und noch weniger Lebewesen und wenn doch, sind sie immer feindlich. Der Planet ist fast tot. Hier und dort findet man Phantome gestorbener Luminoth, keine richtigen NPCs, aber immerhin etwas Gesellschaft. Ich war immer froh wieder in der Heiligtum zurückzukehren, wo das Oberhaupt der Luminoth war, denn dort gabe es ein lebendes, denkendes Wesen. Man spürte Sicherheit, Geborgenheit und vorallem keine Einsamkeit mehr. Bis man dann wieder hinaus musste, in die feindliche Welt, wo nichts gutes auf einen wartete...



Bis dahin - Tschödeldö



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