06.02.12

[52 Games] - Runde 2 Brrrrr


Schon wieder eine Woche rum? Ach Gott...
Gut damit starten wir dann auch in die neue Woche und gleichzeitig auch in die sage und schreibe, zweite Runde des Projekts "52 Games". Ich habe die Beiträge zum letzen Thema nicht alle gelesen, aber es gab da doch einige Neuentdeckungen für meine Zu-Lesen-Blogliste, die immer länger wird... Ich sollte da mal tote Blogs aussortieren.
Nun jedenfalls schweife ich in gewohnter Weise ab, aber ich sollte meinen Blick auf das Wesentliche richten und zwar das neue Thema, was mir schon jetzt einen kalten Schauer über den Rücken jagt und das meine ich wortwörtlich.

#2 - Kälte
- Lost Planet: Extreme Condition (PS3 Version) -


Ich meine mich zu erinnern, dass ich bei Reset the World schon in der ersten Runde was über "Lost Planet" gelesen habe. Doch nun kommt das Paradeschlagwort für das Spiel. Zu dem Bild muss ich wohl kaum sagen, dass es schon verdammt kalt ausschaut. Ein Schneesturm, alles in Eis und Schnee gehüllt und ein dick eingepackter Soldat - alleine.

Ja der Untertitel von "Lost Planet", der wie zu sehen ist "Extreme Condition" heißt ist auch Programm. Durch Kriege, Umweltverschmutzung und globale Erwärmung ist die Menschheit gezwungen neuen Lebensraum zu erschließen. Dieser neue Lebensraum ist der Planet E.D.N. III. Wobei man von Lebensraum nur schlecht sprechen kann, denn der Planet ist komplett in Eis und Schnee gehüllt und es herrschen Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Brrrr... Dennoch besiedeln die Menschen den Planeten, weil er wenigstens erdähnlich ist und Wasser und Sauerstoff bietet, sowie eine Atmosphäre. Was die Menschen nicht bedachten war, dass es auf dem Planeten noch andere Lebewesen geben könnten und irgendwann traten dann zum ersten mal die Akriden auf. Eine Insektenartige Spezies, die höchst aggressiv und gut an das eisige Leben angepasst ist. Sie produzieren nämlich etwas, was der Großkonzern NEVEC Thermalenergie nennt. Diese Flüssigkeit ist höchst wärmespeichernd und sollte das überleben auf dem Planeten sichern. Die Akriden fanden sowas aber nicht so prall und Angriffe auf die von den Menschen errichteten Städte wurde häufiger, bis ein regelrechter Krieg entstand, welchen die Akriden am Schluss gewannen.

Nun liegt es 150 Jahre nach dem großen Akriden Krieg an Wayne und einigen Rebellen, den machthungrigen Großkonzern NEVEC zu stürzen, die Akriden zu vertreiben und E.D.N. III bewohnbar zu machen. Kliegt Spannend, ist es auch. Nur leider friert man mit dem Charakter mit. Es gibt selten Stellen im Spiel, wo man sich nicht durch Meter hohen Schnee und Eiscavernen kämpfen muss. Es ist ein beklemmendes Gefühl sich alleine durch eine von Menschen verlassende Welt zu kämpfen, wo an jeder Ecke fiese Käfer warten, die einem den Kopf abbeißen wollen. Sie treten nämlich in vielen Formen und vorallem Größen auf. Man hat zwar ein breites Arsenal von Waffen zur Verfügugn, aber die Bedrohung bleibt die Gleiche.
Dabei immer im Blick die Schadensanzeige, die beim Gang auf null Wayne ohnmächtig werden lässt, was einem Game Over gleichkommt. Das zweite was man im Auge behalten muss, ist die Thermalanzeige, die sich stätig reduziert und das IMMER! Geht sie auf Null wird einem Schaden zugefügt und man stirbt. Punkt aus. Und das hat mich nach den Gegner gerne mal zum Verzweifeln gebracht, da man sich nicht unendlich lange aufhalten lasssen kann, sondern einem sogesehen die Zeit oder besser der Frost im Nacken sitzt, wenn man nicht zu einem Tiefkühlmenschlein für die Akriden erstarren will. Das Spiel hat sogar eine total absurde Stelle, wo man sich durch ein vulkanisches Gebiet kämpft und trotzdem erfrieren kann. Und nun fassen wir uns alle man gleichzeitig an den Kopf. Man steht...neben einer Lavaquelle...und kann erfrieren....da komm ich immernoch nicht drüber hinweg...

Ich will ja nicht sagen, dass das Spiel ein Rage Game ist, aber bei sowas stößt es einem auch schon sauer auf. Das ist als würde man neben einem Schinken verhungern, es sei denn man ist  Vegetarier...
Jedenfalls ist Wärme in diesem Spiel Mangelware und das man nur überleben kann, wenn man sich heiße Körperflüssigkeiten von Insektenaliens in den Anzug spritzt ist eigentlich eine verdammt geniale Idee, so entsteht eine Gewisse Abhängigkeit in der verschneiten Einöde des Planeten. Selten kommt auch mal die Sonne raus, meines Wissens nur in drei Missionen. Wenn sie aber scheint, dann hell und gelb-orange. Man spürt die Wärme am eigenen Leib und schaut in die Strahlen hinein, bis man sich wieder umdreht, weil die Mission ja weitergehen muss. Solche Momente sind rar und man lernt sie irgendwie zu schätzten, in der eisigen, unfreundlichen Welt. Man braucht den Feind zum überleben. Man kann auch nicht sagen, warum die Akriden so aggressiv sind, wobei der Mensch durch die Besiedlung vielleicht der Aggressor war und zuerst angegriffen hat, wie in dem Film "Starship Troopers".
Dann gibt es da noch eine "kleine" Spezies, die mich dazu gebracht hat, das Spiel auszumachen und es ganze 2 Monate lang nicht mehr anzufassen. Man stelle sich vor, man hat sich durch eine Horde von Akriden und feindlichen Soldaten gekämpft und steht nur vor einem zwei Fußballfelder großen Areal, was komplett eingeschneit ist und man durch hüfthohen Schnee stapfen muss. Aber! Man da steht ein Schneemobil. Ab gehts! auf der Häfte wird man durch einen Funkspruch darauf hingewiesen, dass Thermalenergie festgestellt wurde. Unter einem! Und da schleudert es einem schon vom Schneemobil und man steht vor einem RIESEN Wurm, der den Charakter einfach verschlucken kann. Ja...Instant Death nennt man sowas. Das hat er dreimal bei mir gemacht, ohne das ich mich richtig wehren konnte. Witzig ist, dass das Würmchen nicht mal ein Pflichtgegener ist. Da hab ich spontan dem Ausschaltkopf meiner PS3 mal die Hand gegeben.

So damit habe ich wohl alles gesagt, was ich sagen kann. Es hat für mich nie ein besseres Spiel in Schnee und Eis gegeben als "Lost Planet" und auch keins, was das Schlagwort "Kälte" besser beschreibt und ausdrückt. Vielleicht noch die Passage in "Final Fantasy VII" am Nordkrater. Aber das ist ne ganz andere Geschichte. Ich werde mir nun erstmal einen Tee machen, mir ist beim Tippen irgendwie kalt geworden. ;)


Bis dahin - Tschödeldö


Kommentare:

  1. Bei mir würde zum Thema Kälte wohl Silent Hill Shattered Memories einfallen (: Zwar nur ein Remake aber die Eis-Level sind.. fies! xD
    Bist du ein Silent Hill Fan? ^^

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    1. Hachja der gute Schnee im ersten Silent Hill. Ja Fan bin ich, obwohl ich nur den ersten bis zum dritten Teil gespielt habe. Aber es ist einfach eine super Reihe und ich bin sehr gespannt auf den neuen Teil *-*

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  2. Also mir wäre entweder Bad Company 2 oder Crysis spontan eingefallen. Bei Lost Planet habe ich irgendwie "drumrumgespielt".

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    1. Nun jedem das seine, aber der Abschnitt in Bad Company 2 ist auch ein sehr schönes Beispiel für "Kälte". Wenn ichs genau betrachte, ist der Abschnitt dem Spielprinzip gar nicht so unähnlich. Man kann erfrieren, muss Stationspunkte erreichen und es stellen sich einem Horden von Gegnern in den Weg. :D

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  3. Ui, jetzt ist mir vom Lesen auch ganz kalt geworden. Lost Planet klingt gut, ist auch schon lang auf meiner Liste.

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