25.08.11

PeteBACK-Manifest Reloaded!


Spieler aller Länder vereinigt euch, kämpf gegen falsche Berichterstattung und gegen falsche Recherche in den Medien!

Ja ich bin mal wieder gut dabei auf die Pauke zu hauen! Ich heiße euch willkommen zu "Akt II" des PeteBACK-Manifests, dass aufgrund der vergangen Ereignisse der letzten zwei Tage, eine echt gute Grundlage gefunden hat. Ich finde mich ein in die Reihe der Leute, die unbedingt ein Statement dazu abgeben müssen, obwohl es eigentlicht nich nötig wäre, aber ich mach es trotzdem, obwohl ich nicht muss, sonder kann und auch will, obwohl sicher doch schon alles gesagt wurde. *Luft hol*

Wer in der Materie noch nicht so din steckt, dem werde ich mal kurz helfen: Auslöser war ein Betrag der Sendung "RTL Explosiv" auf...nun RTL halt 

Meine Damen und Herren, RTL hat mal wieder mit einem Spaten ins Fettnäpfchen gegriffen und verteilt alles mit beiden Händen auf einer Scheibe. Und das wird RTL so schnell nicht mehr abbekommen.
Zurück zum Thema.
"RTL Explosiv" strahlte einen Beitrag über die in Köln stattgefundene "Gamescom" aus. An sich ja nichts schlechtes. Denkt man. Aber in dem Beitrag ging es in keiner Weise um die Spiele die gezeigt und vorgestellt wurde, oder die Entwickler, oder die Pressekonferenzen. Nein. Es ging um die Besucher. Diese "Reporter", wenn man sie so nennen darf, haben es geschafft die Klischeebeispiele der Gamerkultur ausfindig zu machen, um somit wieder einmal Menschen in eine schöne Schublade zu stecken und zu Menschen zweiter Klasse zu degradieren. Ja man wird auf der "Gamescom" sogar in Kategorien eingeteilt, so schnell kann's ja gehen. Alles kommentiert von einem Messebabe, Gamegirl oder wie man die laufen Cockteaser auf zwei Beinen vor den Messeständen bezeichnen darf. Aber man sollte das Video denke ich mal selber sehen:

Selbst für ein Boulevard.Magazin wie "RTL Explosiv" ist das eine Berichterstattung die so dermaßen unter jede Sau geht und schon nichts mehr mit Journalismus zu tun hat, sondern nurnoch mit Anprangern. Und anpranger kann RTL ja schon im Allgemein gut, siehe alle "aus dem Leben gegriffenen"-Shows die produziert werden. Investigativer Journalismus kann auch seine Grenzen haben und ich bin nicht ganz sicher, ob sich jemand den Breitag vorher angeguckt hat, denn das Sachliche bleibt bei diesem Paradebeispiel der Anprangerung komplett auf der Strecke. Es geht nur darum Darzustellen. Und das auf eine schon ekelhafte Art und Weise, mit Zuhilfenahme von Laura, dem netten Messebabe.
Sie ist einen Tag auf der Gamescom um dort als bewegliche Ausstellerpuppe rumzuhüpfen und Fotos machen zu lassen. Und man sieht es auf den ersten Blick, Laura ist nicht auf den Mund gefallen, aber anscheinend auf den Rest ihres Kopfes, denn das oberflächliche Verhalten zeugt mehr von schwachem Geist als ihr lieb ist. Man sollte nicht über diejenigen herziehen, mit denen man sein Geld verdient. Man wird als Gamer als joblos bezeichnet, Single, introvertiert und ungewaschen, ungepflegt und haste nicht gesehen. Und irgendwo kann man sich da schon so Leutchen rauspicken, wo man dann was zusammenschneiden kann.  "Und ein Mädchen haben sie auch nicht kennengelernt" Das waren die letzten Worte des Off-Sprechers. Na klar. Das ist ja auch ganz schön blöd. Da ist man auch auf einer der weltgrößten Partnerbörsen, der GAMEScom und greift nichtmal ein passendes Nerd-Weibchen für sich ab Auf Gleichberechtigung fährt RTL aber ab, denn Männer und Frauen, werden hier gleichermaßen vor die Linse gezerrt und nach allen Regeln der Pseudokunst auseinander genommen...

Obwohl man sich da auch fragen sollte, was die Leute da geritten hat, vor eine Kamera zu treten und RTL ein paar Fragen zu beantworten. Man muss sich da doch seinen Teil denken, was dann daraus wird. Traurig bei der ganzen Geschichte ist eigentlich nur, dass es nicht darum geht, worum es gegen sollte. Um eine Messe, um eine Art von Festival, ähnlich einem Musikfestival pilgern Tausende, Zehntausende, Hunderttausende zu einem Ort, um ein paar Tage mit Gleichgesinnte einem Hobby nachzugehen. Man trifft sich, man lacht, man hat Spaß, man staunt, man wird unterhalten, das ist es worüber man berichten sollte, lieber Privatsender! Obwohl man dementsprechen auch den Spieß umdrehen kann, wie die Redakteure von GIGA zeigen:


Es ist eigentlich schön zu sehen, dass die Community in den Foren, auf Facebook (über 10000 geteilt Links des Beitrags), Tumblr und auf Youtube und wo noch, gemeinsam einsteht und gegen Soetwas vorgeht, Aufrufe macht, Beschwerde einreicht und was nicht noch alles. RTL ahnt anscheinend gar nicht, mit was für einer Organisation sie sich angelegt hat. Nein Spaß wir sind ja alle nett. Als "Erklärung" bekommt man dann ein Satz zurück der da lautet " Ich persönlich glaube, Gamescom-Besucher und Computerspieler sind ein humorloser Menschenschlag." Humorlos lieber Redakteur Tim Kickbusch? Wir Gamer? Bitte? Wir jagen virtuelle Häuser in die Luft, bekämpfen Drachen, setzen interdimensionale Portal, schießen mit virtuellen Kugel um uns, und freuen uns dabei einen Ast ab. Und machen dann noch Insiderwitze die sonst keiner checkt. Wir haben den Humor erfunden! =D 

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Es ist ja nunmal kein Einzelfall, dass die Medien mit der Gameskultur auf Kriegsfuß steht und das es zwangsläufig zu Reibereihen kommt. Das liegt nicht direkt an der Kultur der Spieler, auch nichtmal direkt an den Spielen selbst. Es geht hier um Unwissen, schlechte Recherche, falsche Berichterstattung und Engstirnigkeit, sowie Quotengeilheit. Denn wer will schon was Ordentliches über Spieler sehen? Diese potenziellen Amokläufer, diese Kellerkinder und Pizza-und-Pepsi-Junkies, diese Rollenspielliebhaber und Konsolenknutscher? Genau. Niemand. Liebenslieder funktionieren ja auch nur, wenn sie tragisch sind, denn die Wahrheit ist weniger unterhaltsam.

Es ist nicht gerade dienlich für eine Kultur, und die Spiele haben eine Kultur um sich aufgebaut, wenn man sie als Amokgefährdent einstuft. Wir sind doch keine Sekte! Das ist das was viele Teile der Bevölkerung glauben und es ist immer einfacher den Schuldigen in einer Konsole oder einem Datenträger zu finden. Shooter sollen zum töten animieren und das Töten "lehren" und vorallem die Hemmschwelle senken.

Ich will nicht ausschließen, dass es nicht auch Spiele waren, die die Täter eindeutig gespielt haben, zu ihrer kranken Tat beflügelt haben. Aber man sollte nach der Basis suchen und nicht nach dem Ventil.
Es gibt ja den schönen Spruch "Waffen töten keine Menschen, sondern Menschen töten Menschen mit Waffen." Den Spruch wendet nur keiner auf die Spiele an, weil Spiele ja zu Hauf gewaltverherrlichend sind. "Spiele töten keine Menschen, Menschen töten Menschen mit Waffen, die sie irgendwoher haben und spielen nunmal gerne Shooter." Diesen Menschen fehlt die gesunde Distanz zu dem, was sie da auf dem Bilschirm sehen und tun. Eine klasse Compilation von falscher Recherche und mieser Berichterstattung und vorallem Unwissenheit über die Materie findet man hier, sogar bei den "Guten", den Öffentlich Rechtlichen:


Und deswegen sage ich; Liebe Medienmogule! Sorgt für eine ordentliche, richtige und vorallem nachvollziehbare Berichterstattung! Recherchiert, prüft und denkt nach bevor ihr etwas sendet. Prangert nicht an und stellt nicht zur Schau. Degradiert nicht die Menschen und bildet keine falsche Meinung beim Zuschauer. Vergesst Quoten und besinnt euch auf die Grundsätze des Journalismus!
Der Worte sind nun genug gewechselt, nun lasst endlich Taten sprechen. :)

Und wenn nicht. Dann gibt es bald eine Revolution! *Versteckte Werbung einblende*


Kommentare:

  1. Ganz schön traurig, dass man das alles auf die "Gamer sind humorlos"-Schiene bringen möchte, nur weil man nicht zugeben will, dass man Sch** gebaut hat... bzw. anscheinend nicht damit gerechnet hat, dass sich die Betroffenen irgendwie wehren. :-/

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  2. danke für deinen kommentar. du hast schon recht, es ist eben wirklich schwierig mit dem glück.. liebste grüße.

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